1. Männer
21. Juli 2017
  • Wir blicken auf die letzte Saison und drei Jahre Trainertätigkeit von Hagen Walther zurück
Mit dem Ende der Saison endete auch das Engagement von Hagen Walther als Trainer der 1. Männermannschaft. Grund genug wir uns, zusammen einen kleinen Rückblick auf die letzte Saison und die drei Jahre Trainertätigkeit zu werfen.

 

Saison 2016/17

Mit 42 Punkten aus 30 Spielen wurde am Ende dieser Saison der  8. Platz in der Landesklasse I erreicht. Für den FSV schien es in der Saison nur „alles oder nichts“ zu geben. 13 Siege standen 14 Niederlagen gegenüber – dreimal teilte man sich die Punkte mit dem Gegner.

Dabei begann der Start in die Saison verheißungsvoll. Zu Hause besiegte man die junge Truppe aus Osterburg deutlich mit 5:2. Leider konnte man den Schwung nicht mit in die nächsten Partien nehmen. In Krüden  setzte es eine eher unnötige Niederlage und gegen den Lokalrivalen Warnau, der sich vor Saisonbeginn nochmal mit Spielern aus Rathenow verstärkte, kamen keine Zähler aufs Punktekonto hinzu.

Erst in den zwei folgenden Begegnungen gegen Arneburg (3:3) und Beetzendorf (2:6) konnte sich das Team vier Punkte erspielen. Wer dachte, es würde nun bergauf gehen, wurde eines Besseren belehrt.

Eine vier Spieltage andauernde Durststrecke setzte bei den Havelbergern ein, bei der man nicht nur punktlos bleib sondern auch ganze 18 Tore kassierte.

Um das Selbstvertrauen bei den Spielern und Betreuern war es nach diesem Negativlauf sicherlich nicht zum Besten bestellt und man lief nun Gefahr in eine richtige Abwährtsspirale zu geraten.

Dass die Mannschaft verunsichert war merkte man ihr dann auch am 10. Spieltag an. Im heimischen Sportforum hatte man den SV Liesten zu Gast, der die Situation auszunutzen wusste und nach 50 Minuten bereits 0:4 führte. Damit schien auch die fünfte Pleite in Folge besiegelt. Die Mannschaft bewies aber Moral und konnte in Halbzeit zwei auf 3:4 verkürzen. Hoffnung keimte nochmal auf und die Partie entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Auf das zwischenzeitliche 5:3 folgten dann tatsächlich noch Treffer 4 und 5 der Domstädter, so dass am Ende ein unterhaltsames 5:5 auf der Anzeigetafel prangte. Wichtiger als der Punkt waren an diesem Tag aber sicherlich die gezeigte Moral und das getankte Selbstbewusstsein.

In den restlichen vier Spielen bis zur Winterpause kamen nochmal 7 Punkte hinzu (S:2 U:1 N:1) und dabei gelang der Mannschaft von Trainer Hagen Walther gegen Gardelegen die Überraschung des Spieltags, denn dem bis dato ungeschlagenen SSV (S:11 U:2 N:0) brachte man zu Hause die erste Saisonniederlage bei.

Insgesamt kam man in der Hinrunde auf 18 Punkte - 5 Siege, 7 Niederlagen und drei Remis.

 

Damit waren alle Akteure sicherlich nicht zufrieden.

In der Rückrunde wollte man einiges besser machen und die ersten beiden Spiele brachten der Elf auch wichtige sechs Punkte ein. Darauf folgten zwar zwei Niederlagen aber auch eine Mini-Serie von vier Siegen in Folge. Ausgerechnet zum Fan-Tag riss dann die Serie zu Hause gegen die Rand-Stendaler aus Wahrburg.

Das Restprogramm folgte dem „bewährten“ Muster der Saison. Niederlagen und Siege wechselten sich munter ab. Zum Ende der Saison hatte man aber genug Punkte zusammen um einen gesicherten Platz im Mittelfeld zu belegen.

Die Rückrunde verlief für die FSV-Elf besser (sechs Punkte mehr als in der Hinrunde) aber eine richtige Konstanz vermochte die Mannschaft auch in der zweiten Saisonhälfte nicht zu entwickeln.

Dabei konnte man gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellenfeld oftmals mithalten. Leider offenbarte sich das vorhandene Potential zu selten. Gerade gegen vermeintlich „kleinere“ Teams ließen die Blau-Weißen hingegen zu viele Punkte liegen. 

Am Ende bedeuteten 42 Punkte Platz acht. Großen Anteil daran hatte Torjäger Markus Bröker. Er machte sich mit 32 Saisontreffern zum Torschützenkönig der Landesklasse I.

 

Saisonfazit und Konsequenzen

Wie schon anfangs erwähnt, war es für Hagen Walther die letzte Saison als FSV-Coach. Die Entscheidung zum Saisonende aufzuhören, war für den engagierten Trainer keine einfache. Aber die teils mangelnde Trainingsbeteiligung und die allgemeine Einstellung einiger Spieler, ließen in ihm am Ende das Gefühl aufkommen, vielleicht nicht mehr der Richtige für den Trainerposten zu sein.

Aus Sicht des Trainers machten sich neben der erwähnten Trainingsbeteiligung auch immer wieder kleinere oder wie im Fall von Jürgen Betker und Adrian Blümner langwierige Verletzungen im Saisonverlauf negativ bemerkbar. Hinzu kam, dass sich die Mannschaft zu häufig selber schwächte. Ganze neun Sperren kamen durch Gelb- oder Gelb-Rot-Strafen zusammen.

 

Rückblick des Trainers

Zurückblickend war für den ehemaligen Trainer die Zeit in der er die Mannschaft betreuen dürfte, eine tolle Erfahrung mit vielen schönen Erinnerungen. Auch wenn nicht immer alles rund lief, konnte er sich stets auf den großen Zusammenhalt der Mannschaft verlassen.

In der abgelaufenen Saison sorgten die jeweils zwei Niederlagen gegen Haldensleben II und Wahrburg sowie das Pokalaus im Achtelfinale gegen Tangerhütte für die bittersten Momente. Die bereits erwähnten Begegnungen gegen Liesten (aus 0:4 wurde noch ein 5:5) und Gardelegen (bis dahin ungeschlagen) zählten hingegen zu seinen Saisonhöhepunkten.

 

Nach den Tief- und Höhepunkten der letzten Jahre gefragt, kommt dem ehemaligen Coach das Pokalhalbfinale 2015/16 gegen Medizin Uchtspringe, in dem „sechs dunkle Minuten“ das Aus besiegelten und die Verletzung von Thoralf Gennermann gegen Gardelegen (2014/15), die damals vielleicht entscheidend im Meisterschaftskampf war, schmerzlich in Erinnerung.

Wogegen er mit Freude auf den 5:1-Sieg (2014/15) gegen den Lokalrivalen aus Warnau und den fulminanten 8:0-Erfolg gegen Goldbeck (2014/15) zurückblickt.

 

Aktuell befindet sich die Mannschaft mit Neu-Trainer Hinz mitten in der Vorbereitung. Den kompletten Vorbereitungsplan und die Testspielansetzungen findet ihr hier.