Frauen
14. November 2017
  • 9. Spieltag Kreisliga - FSV immer einen Schritt zu spät

9. Spieltag Kreisliga: Zernitzer SV – FSV Havelberg 2:1 (1:0)

FSV immer einen Schritt zu spät

Zernitz/Havelberg (anf). Am vergangenen Sonntag ging es für die Frauen des FSV Havelberg nach dem torreichen Pokalspiel am Freitag zum Liganachbarn Zernitzer SV. Der Gegner war bereits aus einem Testspiel im Sommer bekannt und so stellte man sich auf eine intensive Partie ein.

Von Beginn an drückte der Gastgeber den FSV tief in die eigene Hälfte und fiel mit kuriosen Spielunterbrechungen auf. Ein Spielfluss kam dadurch nicht zustande und der FSV war nicht in der Lage in seinen eigenen Rhythmus zu finden. Diese Unstimmigkeit wurde bereits in der 10. Spielminute bestraft. Ein reingegebener Ball konnte vom FSV nicht eindeutig geklärt werden und landete direkt vor den Füßen einer Zernitzerin, die den Ball unhaltbar für Torwartin Janine Falck einschob – 1:0. Doch auch weiterhin hatte der FSV Mühe und Not ins Spiel zu finden. Zu ungenaue Pässe, schlechtes Stellungsspiel und zu wenig Bewegung waren das Ergebnis. Lediglich Torfrau Falck konnte in vielen Situationen schlimmeres verhindern und ging lange Zeit auch in 1:1 Situationen als Sieger vom Platz.

Jedoch startete auch die zweite Halbzeit eher durchwachsen. Ein nicht ganz nachvollziehbarer 9-Meter spielte dem Zernitzer SV in die Karten und brachte kurz nach Wiederanpfiff die 2:0 Führung. Nach dieser Schiedsrichterfehlentscheidung tauchte aber für den FSV am Horizont endlich ein Hoffnungsschimmer auf. Nach einem klasse Zusammenspiel zwischen Fränze Malzahn und Josi Wagner traf diese, wie bereits am Freitag, nur die Latte. Doch in der 49. Minute sollte dann der FSV Grund zur Freude haben. Wieder war es Wagner die blitzschnell einen missglückten Abstoß der Gastgeber abfing und eiskalt auf 2:1 verkürzte. Nun war der Kampfgeist geweckt und der FSV wollte zumindest das Remis mit nach Hause nehmen. Der Druck auf das Zernitzer Tor erhöhte sich und gemeinsam als Team sorgte man immer wieder für gefährliche Szenen nahe der Torfrau. Ein Torschuss aus der zweiten Reihe wurde von einer Zernitzer Spielerin gefährlich abgefälscht und landete vor den Füßen von Kapitänin Anne Glaser, die jedoch leider den Torwart im Weg hatte, um den Ausgleich zu erzielen. Auch Abwehrchefin Nora Engel konnte in der 65. Minute den Ball nicht über die Linie bringen und scheiterte an den schwindenden Kräften durch vorangegangene laufintensive Abwehrleistungen. Kurz vor dem Abpfiff war von den Gastgebern nicht mehr viel zu sehen und man hatte noch einmal die Chance den Ausgleich zu erzielen. Ein abgewehrter Torschuss landete bei Josi Wagner, deren Versuch nicht durch die tiefstehende Abwehr des Zernitzer SV kam und man sich schlussendlich 2:1 geschlagen geben musste.

Streicht man die erste Halbzeit kann man von einer kampfstarken Leistung sprechen. Jedoch zeigte gerade die erste Hälfte, dass der FSV immer einen Schritt zu spät in die Partie findet und sich schnell verunsichern lässt. Davon abgesehen, dass die komplette Begegnung durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen geprägt war, darf man auch in solchen Situationen nicht den Kopf in den Sand stecken. Am kommenden Wochenende steht das vorletzte Spiel der Hinrunde auf dem Plan. Sollte das Wetter mitspielen, wird am Sonntag, den 19. November, um 13 Uhr im Sportforum die Partie gegen den SSV Einheit Perleberg angepfiffen.

 

Tore: 1:0 (10´), 2:0 (41´), 2:1 Josepha Wagner (47´)

FSV: Janine Falck - Franziska Schröder, Nora Engel, Fränze Malzahn – Josepha Wagner, Annegreth Fritze, Stephanie Schulz (Tina Rollenhagen, Anne-Katrin Glaser, Luci Kunert, Maria Nowak)