FSV Havelberg – 1.FC Oebisfelde 11:0 (6:0)
Havelberg (dh). Die Altmark-Börde-Liga für Mädchen der Jahrgänge 1996 bis 1999 ist eröffnet. Auf dem Havelberger Pferdemarkt vollzogen das Mitglied des Deutschen Bundestages Katrin Kunert aus Stendal und die Havelberger Spielführerin Maria Nowak gemeinsam den offiziellen Anstoß für die neue Spielklasse.
„Ich freue mich riesig darüber, dass die Mädchen heute im Mittelpunkt des Fußballsports stehen“, sagte Katrin Kunert, die die Schirmherrschaft über die Altmark-Börde-Liga übernommen hat, zur Eröffnung. „Da haben sich die Männer“ – womit Initiator Stefan Rühling und die Verantwortlichen der Kreisfachverbände Fußball Altmark-Ost, -West und Börde gemeint waren – „im Jahr der Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Deutschland mal was richtig Gutes einfallen lassen. Schön, dass es nun los geht“, fand die Politikerin.
Offiziellen Charakter gaben der Eröffnungsveranstaltung zudem Staffelleiter Werner Johlke und FSV-Sportwart Detlef Leppin, die die Vertreter der sechs teilnehmenden Vereine auf dem Sportplatz im Mühlenholz begrüßten. Werner Johlke stellte ihnen zudem die neue Liga vor, in der übrigens auf einem verkleinerten Großfeld (von Strafraum zu Strafraum) gespielt wird. Eine Mannschaft besteht aus acht Feldspielerinnen und der Torhüterin. Zweimal 35 Minuten sind in einer Partie zu absolvieren.
Anschließend führte Schiedsrichter Wolfgang Schicke die Mädchen des FSV Havelberg und des 1. FC Oebisfelde zu ihrem ersten Punktspiel auf den grünen Rasen des Mühlenholz-Sportplatzes. Nach kurzer nervöser Anfangsphase ließen die Havelbergerinnen dann bei bestem Fußballwetter keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie den Platz als Sieger verlassen wollten und legten los wie die Feuerwehr.
Bereits nach fünf Minuten gelang Maria Nowak das umjubelte 1:0 für die FSV-Mädchen. Dann begann die große Zeit der Charleen Krumm. Ihre vier Treffer und ein Tor von Jasmin Janell sorgten für eine beruhigende 6:0-Pausenführung. Nach dem Pausentee zeigten die FSV-Kickerinnen ebenfalls eine geschlossene Mannschaftsleistung. Vier weitere Treffer von Charleen Krumm und einer von Jasmin Janell ergaben einen auch in dieser Höhe verdienten 11:0-Erfolg. Trotz dieser hohen Niederlage hätten sich die nie aufgebenden Spielerinnen des 1. FC Oebisfelde durchaus auch ein Ehrentor verdient.
Das Trainergespann Rico Schröder/Marcel Bednarczyk möchte sich auf diesem Wege auch bei allen Eltern bedanken, denn nur durch ihre Unterstützung ist es möglich, die Mädchen am Spielbetrieb teilnehmen zu lassen und die weiten Fahrten zu den Punktspielen zu absolvieren.
Zur Freude über die ersten drei Punkte kam für die FSV-Mädchen noch eine weitere hinzu. Denn Katrin Kunert löste ihr vor dem Anstoß abgegebenes Versprechen ein, dem Sieger der Partie ein Trikot der deutschen Frauen-Nationalmannschaft mit allen Unterschriften zu schenken.
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