Abwehrspieler Kevin Brecht stellt sich den Fragen
Havelberg (tl). Nachdem im Juli Trainer Gerd Marx zum Interview befragt wurde, stellte sich nun Kevin Brecht den kniffligen Fragen des FSV. Nach einem halben Jahr in Afghanistan ist er wieder zurück in Deutschland und erzählt, dass im August der nächste Höhepunkt auf ihn wartet.
Nach sechs Monaten bist du wieder zurück in Deutschland und bei deiner Familie. Wie war die Zeit da unten und wie geht’s dir jetzt?
Es war zum Glück ein alles in allem ruhiges Kontingent, sodass ich keine schlimmeren Erfahrungen machen musste. Mir geht es sehr gut. Meine Familie und meine Freunde haben mir einen tollen Empfang bereitet, das hat die Eingewöhnung recht leicht gemacht.
Was hat Dir am meisten gefehlt?
Natürlich waren das meine beiden Frauen zu Hause und meine Freunde. Aber auch das Fußball spielen, was in Afghanistan leider nur auf der Konsole möglich war.Grins
Wie schwer war es, nach einem halben Jahr ohne Ball in der ersten Trainingseinheit?
Schwer war es eigentlich gar nicht, eher schön endlich wieder mit den Jungs auf dem Platz zu stehen.Sicher habe ich ziemlich gepumpt, aber das haben glaube ich alle getan, da wir in der Vorbereitung sind.
Warum hat es deiner Meinung nach in dieser Saison nicht für den Aufstieg gereicht?
Was der Mannschaft bisher noch fehlte ist die letzte Cleverness und das Vertrauen in die eigene Stärke. Viele Spiele wurden leichtfertig aus der Hand gegeben.
Im Vergleich zur letzten Saison bleibt der Kader fast unverändert. Die Stützen des Teams bleiben erhalten und es kommen mit T.Gennermann und H. Awad noch zwei Neuzugänge hinzu. Wie stufst Du die Qualität der Mannschaft ein?
Es ist schön zu sehen, dass der Kader sich nicht groß verändert, denn ich habe das gute Gefühl, dass wir in der kommenden Saison reif für den Aufstieg sind. Die beiden Neuzugänge werden den Kader qualitativ noch steigern. T.Gennermann zählt zwar zu den jüngeren Spielern, aber er konnte wertvolle Erfahrungen bei seinen letzten Stationen sammeln, die uns weiterhelfen werden. H.Awad macht einen sehr starken Eindruck auf mich. Er scheint sich sehr wohl bei uns zu fühlen, was er uns dann hoffentlich mit vielen Toren zeigen wird.
Wo siehst du Nachholbedarf bei der Mannschaft. Wo kann sie sich verbessern?
Wir müssen Selbstbewusster werden und an uns glauben. Vom spielerischen her brauchen wir uns absolut nicht verstecken.
Mit Gerd Marx hast du bereits in der Spielzeit 2003/2004 zusammengearbeitet. Hat sich im Vergleich zu damals irgendwas verändert?
Gerd Marx ist ein ehrgeiziger Trainer der es hasst zu verlieren,damals wie heute. Die Mannschaft ist jetzt deutlich jünger was aber der Qualität nicht schadet. Das Team damals war aber deutlich cleverer, wenn es hieß ein Spiel nach Hause zu bringen. Doch das kriegen wir mit dem aktuellen Team auch noch hin.
Welche persönlichen Ziele hast du in der Zukunft, sowohl fußballerisch, als auch privat?
Ich will in der kommenden Saison Kreismeister werden und den Aufstieg feiern. Bei diesem Ziel möchte ich der Mannschaft helfen,ob auf oder neben dem Platz spielt dabei keine Rolle. Ja und Privat haben meine Mädels und ich Anfang August unseren großen Tag (Anm. der Redaktion: er heiratet), da könnte es also kaum besser laufen.
Vielen Dank an Brechte!


