Alle Gegentreffer fallen in der zweiten Halbzeit
Fußball Altmark-Börde-Liga, C/B-Juniorinnen: VfL Kalbe/Milde – FSV Havelberg 3:0 (0:0)
Einen jederzeit völlig verdienten 3:0 (0:0)-Heimerfolg in der Altmark-Börde-Liga der C/B-Mädchen feierte am vergangenen Sonnabend der gastgebende VfL Kalbe/Milde gegen den FSV Havelberg. Dabei fi elen alle Treffer erst in den zweiten 35 Spielminuten.
Von Thomas Koepke
Kalbe/Milde â— Mit diesem neuerlichen Erfolg setzen die Mädchen von Trainer Lars Bohnebuck und Co-Trainer Jörg Lindecke ihren positiven Trend fort, denn erst am vergangenen Spieltag besiegten die Kalbenserinnen den Favoriten aus Gardelegen. In der Tabelle schlossen die VfL-Mädchen somit zum SV Kali Wolmirstedt nach Punkten auf, haben allerdings auch schon eine Partie mehr absolviert. Der FSV Havelberg wartet indes immer noch auf den ersten Saisonsieg, konnte an der Milde auch nur sporadisch mithalten und hatte nur wenig vom Spiel. Doch ehe der verdiente Sieg der Westaltmärkerinnen feststand, kamen bei Coach Lars Bohnebuck ein paar graue Haare dazu, denn was seine Mädels in der ersten Hälfte an Chancen liegen ließen, hätte auch für zwei ganze Spiele gereicht. Zwar mussten die Gastgeberinnen auf Offensivkraft Melissa Ulrich verzichten, aber dennoch brannte es vor dem Havelberger Kasten lichterloh. So verpassten es in der Anfangsphase Jule Gärtner, Laura Straube oder gleich mehrfach Lydia Bohnebuck, ihren VfL früh in Fühurng zu bringen. Wie schon beim Heimspiel gegen Wolmirstedt mahnte Coach Bohnebuck die Chancenverwertung an. „Mensch, da muss doch mal ein Ding rein. Wenn wir weiter so machen, kommt Havelberg einmal vor das Tor und triff “. Seine Befürchtungen bestätigten sich diesmal nicht. Dennoch versiebten die VfL-Mädchen weitere gute Chancen. In der 13. Minute hatte Lydia Bohnebuck sogar eine Doppelchance, doch wie schon zuvor zeigte sich FSV-Keeperin Maxi Angermann in guter Form und parierte nicht nur in dieser Szene glänzend. Eine richtige Fackel gab Jule Gärtner dann in der 26. Minute ab. Nur das Lattenkreuz verhinderte das längst überfällige 1:0 in dieser einseitigen Partie. Offensivaktionen der Gäste waren indes nicht zu beobachten. Nicht zuletzt lag das an den umsichtigen VfL-Defensivdamen mit Alina Lindecke und Ann-Marie Lutz an der Spitze. Keeperin Anja Deutsch stand sich indes die mittlerweile kalten Füße platt und war quasi beschäftigungslos. Aber es stand immer noch die Null auf beiden Seiten, die Havelbergerinnen waren also noch im Spiel. Da sich die Ladehemmungen der Lehmberg & Co. auch bis zur Pause nicht beheben ließen, ging es mit diesem torlosen Ergebnis in die wohlverdiente Pause. Die Kalbenserinnen waren danach auch etwas eher auf dem Platz als die Gäste und hielten sich im Mittelkreis mit einer Dschingis Khan- Tanzeinlage nach dem alten Hit „Moskau“ warm. Und das schien wohl genau das richtige Mittel gewesen zu sein. Zwar gehörte die erste gefährliche Aktion in Hälfte zwei den Havelbergerinnen, Sophie Wagner verzog aber recht deutlich, doch dann sollten die Kalbenserinnen endlich für ihre Offensivbemühungen belohnt werden. In der 46. Minute schnappte sich die mit aufgerückte Alina Lindecke einfach das Leder, dribbelte quer zum Strafraum an Freund und Feind vorbei und zog flach ab. FSV-Keeperin Angermann war durch die vielbeinige und tiefstehende Abwehr die Sicht verdeckt und das Leder schlug im langen Eck zum 1:0 ein. Klar, dass die Freude auf und neben dem Feld im Kalbenser Lager riesengroß war. Nun ging irgendwie alles viel leichter von der Hand beziehungsweise vom Fuß. Die Westaltmärkerinnen drückten weiter auf das 2:0, das auch nicht lange auf sich warten ließ. Die gerade eingewechselte Josefine Schäfer fasste sich in der 53. Minute ein Herz und zog aus halbrechter Position einfach mal ab und traf. Angermann, die in Hälfte eins einen ganz sicheren Eindruck zwischen den Havelberger Pfosten hinterließ, sah dabei nicht gut aus 2:0. Damit war das Match praktisch entschieden, aber noch nicht beendet. Fünf Minuten vor dem Ende war es erneut Alina Lindecke, die endgültig den Deckel drauf tat. Mit einem satten Schuss aus 14 Metern ließ sie ihren VfL zum dritten Mal an diesem Vormittag jubeln und erzielte den 3:0-Endstand.
Torfolge: 1:0 Alina Lindecke (46.), 2:0 Josefine Schäfer (53.), 3:0 Alina Lindecke (65.)
Havelbergs Sophie Wagner (rechts) und Franziska Schröder (links) verloren mit ihrer Mannschaft beim VfB Kalbe 0:3.
Foto: Thomas Koepke
Quelle: Volksstimme vom 06. Dezember 2012


