Hallenfußball Altmark-Börde-Hallenpokal

Was für ein Budenzauber der besonderen Art in Gardelegen. Im Rahmen der zweiten Auflage des Altmark-Börde-Hallenpokals für B/C-Juniorinnen konnte der SSV 80 Gardelegen am Sonnabendabend seinen Titel erfolgreich verteidigen.

 

Von Thomas Koepke und Stefan Rühling Gardelegen ● Nachdem Schirmherrin Katrin Kunert das Turnier in der Sporthalle „Willi Friedrichs“ in Gardelegen eröffnet hatte, erhielten die Gastgeberinnen nach einem 4:1-Finalerfolg über den Magdeburger FFC II den Pokal aus den Händen von Werner Meinschien, Präsident des Kreisfachverbands (KFV) Fußball Altmark Ost. Zusätzlich zu den sieben Mannschaften aus der Altmark- Börde-Liga hatte auch der 1. FC Oebisfelde, im Vorjahr selbst noch im Spielbetrieb der B/CJuniorinnen, zum Highlight dieser Hallensaison gemeldet. Katrin Kunert, die nun schon im zweiten Jahr Schirmherrin der Altmark-Börde-Wettbewerbe ist, eröff nete das Turnier mit viel Freude darüber, in diesem Jahr noch eine höhere Zahl an Mannschaften begrüßen zu dürfen. Sie lobte das Engagement der Vereine, Trainer sowie Mädchen und rief zudem dazu auf, auch weiterhin „am Ball zu bleiben“. In zwei Gruppen mit je vier Teams lautete der Spielmodus „Jeder gegen Jeden“. Die besten zwei Teams qualifizierten sich dann für das Halbfinale. Gruppe A: Als Titelverteidiger und Gastgeber blieb dem SSV 80 Gardelegen das Auftaktmatch nicht vorenthalten. Dabei eröffnete das Team der Trainer Christina Strick und Peter Wiechmann einen wahrlichen Torreigen und schlug den 1. FC Oebisfelde mit 6:0. Die Westaltmärkerinnen unterstrichen damit ihre Ambitionen auf den Hallenpokalsieg. Doch auch der härteste Konkurrent vom Magdeburger FFC II erwischte mit einem 9:2-Erfolg über die Spielgemeinschaft Bismark/Tangermünde einen guten Start. Für das zweite Duell tauschten die SSV-Mädchen und die Mannschaft aus der Landeshauptstadt nur die Gegner. Gardelegen gelang gegen Bismark/ Tangermünde aber ebenso ein 9:0-Sieg wie Magdeburg gegen Oebisfelde. Damit standen beide im Halbfinale. Im direkten Duell um den Gruppensieg hatte zunächst der MFFC mit 2:0 die Nase vorn, mit einem strammen Schuss und der Unterstützung von den Rängen gelang Marie-Sophie Hahn der Anschlusstreff er. In der letzten Minute fiel dann auch noch der Ausgleich, nachdem ein Schuss von Emma-Charlotte Aßmann noch ins Tor abgefälscht wurde. Für den Gruppensieg reichte das Remis aber nicht. Rang drei sicherte sich die Spielgemeinschaft Bismark/Tangermünde nach einem 4:2-Sieg über Oebisfelde. Gruppe B: Hier qualifizierte sich der SV Kali Wolmirstedt souverän für das Halbfinale. Die Mannschaft der Trainer Marcel Liebscher und Peter Lauenroth gewann alle drei Partien gegen Kalbe (4:0), Havelberg (5:0) und Haldensleben (5:1). Dahinter sortierte sich der VfL Kalbe/Milde ein, der seines Zeichens zwei Erfolge gegen den FSV Havelberg und den Haldensleber SC einfahren konnte. Letzterer sicherte sich den dritten Rang. Im Halbfinale war für die Kalbenserinnen jedoch Endstation. Im Duell gegen die starken Magdeburgerinnen steckte das Team von Trainer Lars Bohnebuck zwar nie auf, musste sich aber dennoch mit 1:3 geschlagen geben. Das zweite Spiel um den Einzug ins Finale entschied der Gastgeber für sich. Zwei Tore von Emma- Charlotte Aßmann bescherten den  Gardelegenerinnen einen 2:0-Erfolg über den SV Kali Wolmirstedt. Im Kampf um den dritten Rang schaltete Kali einen Gang zurück und ließ Spielerinnen zum Zug kommen, die zuvor weniger zum Einsatz kamen. Das Duell gegen Kalbe/Milde,  welches in der Vorrunde noch mit 4:0 gewonnen wurde, endete mit einer 1:4- Niederlage. Jule Gärtner, Alina Lindecke, Melissa Ulrich vom Neunmeterpunkt und Gina Wernecke trafen für den VfL, den Ehrentreff er für Wolmirstedt erziele Katja Peters. „Wir sind mit dem Ergebnis hier mehr als zufrieden“, resümierte VfL-Coach Lars Bohnebuck. Ebenfalls zum zweiten Mal nach der Vorrunde trafen der SSV 80 Gardelegen und der Magdeburger FFC II aufeinander. Dabei mussten die Hauptstädterinnen verletzungsbedingt umstellen, was sich schnell auf das Spiel auswirkte. Den Zuschauern blieb in diesem würdigen Finale nichts vorenthalten. R omy Binde setzte etwas glücklos den ersten Torschuss für die Westaltmärkerinnen ab, verhinderte aber auf der anderen Seite Sekunden später auch den Rückstand. Die Halle war damit nochmals geweckt und die Gesangschöre trieben die Gardelegenerinnen nach vorn. Nach einer Hereingabe von Marie-Sophie Hahn verpasste aber Lydia Schönfeld, bevor sie nur wenige Augenblicke später in gleicher Position zur Führung einschob. Danach ging es schnell: Hahn und Aßmann erhöhten auf 3:0 und sorgten damit für die Vorentscheidung. Für Marie-Sophie Hahn war dies der zehnte Turniertreffer, sie erzielte damit so viele wie keine andere Spielerin. Zu Ende war es aber noch nicht. Erst als Annika Beckmann das 4:0 erzielte, konnten die SSVMädchen sich sicher sein. Das1:4 der Magdeburgerinnen kurz  vor Schluss änderte den Sieg, der die erfolgreiche Titelverteidigung bedeutete, nicht mehr. Mit dem Abpfi ff kannte der Jubel keine Grenzen – zumindest beim SSV 80 Gardelegen nicht. Während Isabelle Brückner & Co. feierten, zeigten sich die geschlagenen Magdeburgerinnen  aber dennoch zufrieden. „Wir haben ein tolles Turnier gespielt“, sagte Trainerin Jacqueline Massek, die weiter betonte: „Mit dem zweiten Platz sind wir sehr zufrieden, denn im Finale war der SSV 80 Gardelegen einfach besser. Es war auch so ein rundum gelungenes Turnier“.

 

Gruppe A

Gardelegen – Oebisfelde 6:0

Magdeburg – Bismark/T. 9:2

Bismark/T. – Gardelegen 0:9

Oebisfelde – Magdeburg 0:9

Gardelegen – Magdeburg 2:2

Oebisfelde – Bismark/T. 4:2

Tabelle

1. Magdeburg 3 20: 4 7

2. Gardelegen 3 17: 2 7

3. Bismark/T. 3 6:20 3

4. Oebisfelde 3 2:19 0

Gruppe B

Kalbe – Wolmirstedt 0:4

Havelberg – Haldensleben 0:1

Haldensleben – Kalbe 0:5

Havelberg – Wolmirstedt 0:5

Havelberg – Kalbe 0:3

Haldensl. – Wolmirstedt 1:5

Tabelle

1. Wolmirstedt 3 14: 1 9

2. VfL Kalbe 3 8: 4 6

3. Haldensleben 3 2:10 3

4. Havelberg 3 0: 9 0

Halbfinale

Magdeburg – VfL Kalbe 1:3

Gardelegen – Wolmirstedt 2:0

Neunmeterschießen 7/8

Havelberg – Oebisfelde 1:2

Neunmeterschießen 5/6

Bismark/T. – Haldensleben 0:1

Spiel um Platz drei

VfL Kalbe – Wolmirstedt 4:1

Finale

Gardelegen – Magdeburg 4:1

Platzierungen

1. SSV 80 Gardelegen

2. Magdeburger FFC II

3. VfL Kalbe/Milde

4. SV Kali Wolmirstedt

5. Haldensleber SC

6. SG Bismark/Tangerm.

7. 1. FC Oebisfelde

8. FSV Havelberg


Erfolgreichste Torschützin Marie-Sophie Hahn 10

SV Kali Wolmirstedt: Weber – Plate, Schlenker, Gellert, Richter, Höding, Rudolph, Peters, Niedel, Kremkau. 

Haldensleber SC: Widdecke – Flohr, Bergmann, Lither, Nebel, Neuthe, Schunk, Trautmann, vom Schloß, Wrobel.

Magdeburger FFC II: S. Bienert – Willner, Gießwein,  Borm, Adler, Naujoks, L. Bienert, Raab, Massek, Einicke.

1. FC Oebisfelde: Vogel – Gauert, S. Behrens, Reinecke, Grahn, Pankalla, J. Behrens, Hadasch, Schulze.

SG Bismark/Tangermünde: Katzke – Motejat, Rogge, Löber, Grenda, Lukas, Pohl, Gagelmann, Stumpf, Eberle.

SSV 80 Gardelegen: Schulze – Aßmann, Beckmann, Binde, Brückner, Pelker, Schönfeld, Müller, Schulz, Hahn.

FSV Havelberg: Angermann – Habel, Neumann, Krumm, Bender, Hartmann, Wagner. 

VfL Kalbe/Milde: Deutsch – Bohnebuck, Wernecke, Ulrich, Lutz, Lehmberg, Gärtner, Rathke, Schäfer.

 

 

Quelle: Volksstimme vom 20. Dezember 2012

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