Interview des Monats September

Liebe FSV Gemeinde,

endlich ist es wieder so weit. Beim  aktuellen Interview des Monats September stellte sich Domenico Schluricke, Spieler der 1. Männermannschaft, den Fragen der FSV Online Redaktion.

 

Herr Schluricke, stellen Sie sich doch einmal der FSV Gemeinde vor.

1995 schnürte ich zum ersten Mal in der Jugend vom TUS Sandau die Fußballschuhe. Mit 17 wechselte ich dann zu Empor Kamern und spielte dort für 4 Jahre im Männerbereich. 2010 erlitt ich einen schweren Kreuzbandriss, der mich 1,5 Jahre außer Gefecht setzte. In dieser Zeit wechselte ich zum FSV Havelberg und kämpfte mich nach 3 Operationen zurück auf den Rasen. Nun bin ich endlich wieder schmerzfrei und körperlich in einem guten Zustand, sodass ich hoffentlich für den Verein erfolgreich auf Torejagd gehen kann.

 

Was waren die Gründe für den Wechsel nach Havelberg?

Ich wollte mich sportlich weiterentwickeln. In unserer Region sind die Voraussetzungen in Havelberg eindeutig am Besten. Natürlich verkörpert der Verein auch Werte wie Tradition, Zusammenhalt und Leidenschaft, welche mir persönlich sehr wichtig sind.

 

Sie stehen im Kader der Landesklassen-Elf des FSV Havelberg. Wo liegen ihre Stärken und was sind ihre persönlichen Ziele für diese Saison?

Als erstes möchte ich gesund bleiben, nur so kann ich der Mannschaft helfen sich in der Landesklasse zu etablieren. Meine Stärken liegen eindeutig im offensiven Bereich. Am liebsten spiele ich im Sturm, kann aber auch im Mittelfeld eingesetzt werden. Natürlich möchte ich als gelernter Stürmer auch ein paar Tore schießen und mich dauerhaft in die Startformation spielen.

 

Der Start in die neue Saison verlief nicht ganz nach Plan. Erst die Niederlage im Pokalfinale, dann die schmerzhafte Niederlage im Derby und auch in Salzwedel gab es nichts zu holen. Das jüngste Ergebnis lässt wieder hoffen, dass die Saison erfolgreich bestritten werden könnte. Woran lag es nach Ihrer Meinung?

Man muss die Ergebnisse differenziert betrachten. Im Pokalfinale standen wir einem Gegner gegenüber, der sich zur neuen Saison auf vielen Positionen mit höherklassigen Spielern verstärkt hatte. Das Ergebnis war zwar eindeutig aber ganz so chancenlos waren wir meiner Meinung nach nicht. Tangermünde erzielte die Tore zu richtigen Zeit und als wir am Drücker waren kam uns die, durchaus umstrittene, rote Karte in die Quere. Das Derby haben wir zu Recht verloren. In der ganzen Mannschaft gab es niemanden, der seine Normalform abrufen konnte. Winkel war bissiger in den Zweikämpfen und spielte auch taktisch einen cleveren Ball. Natürlich hätten wir gern gewonnen aber auch das gehört zum Fußball dazu. Und ich bin mir sicher im Rückspiel wird es schon ganz anders aussehen. Das Spiel in Salzwedel sollten wir nicht zu ernst nehmen. Hier fehlten viele Spieler und dazu kamen noch 2 Verletzungen während des Spiels, sodass wir nur noch mit 9 Spielern das Spiel beendeten. Gegen Letzlingen hat es nun auch endlich mit dem ersten Sieg geklappt. Ich glaube fest daran, dass es nun stetig besser wird. Leider konnte ich arbeitsbedingt bei den letzten beiden Spielen nicht mitwirken. Zukünftig soll dies aber eher die Ausnahme gewesen sein.

 

Sie sind nun 3 Jahre beim FSV. Welches waren ihre schönsten Erlebnisse in Havelberg?

Das erste Mal nach meiner schweren Verletzung mit den Jungs auf dem Rasen zu stehen, war wohl der schönste Moment in meiner Fußballerkarriere. In diesem Spiel traf ich dann auch noch 3 mal das Tor, was dem Ganzen die Krone aufsetzte. Viele Ärzte hatten mir dahingehend keine Hoffnung mehr gemacht. Gott sei Dank fand ich mit Herrn Dr. Ziesche (Anm. d. Red.: Mannschaftsarzt der Eisbären Berlin) einen Sportarzt in Berlin, der das anders sah.

Natürlich gehört auch der Aufstieg in die Landesklasse oder die Feierlichkeiten zum 100 jährigen Jubiläum zu den schönsten Erlebnissen beim FSV.

 

Welche Trainer haben Sie in Ihrer Fußballerlaufbahn am meisten geprägt?

Da gibt es doch einige Trainer. Nennen möchte ich meinen Jugendtrainer Silvio Wulffänger. Er kümmerte sich rührend um uns Kinder. Sowas vergisst man nicht. Gordon Wagener in Kamern glaubte immer an meine Leistungsstärke und gab mir das Vertrauen. Das beflügelt natürlich einen Stürmer. Mittlerweile sind wir auch sehr gut befreundet. Auch mein derzeitiger Trainer Gerd Marx hat bei mir schon jetzt einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Er legt in seiner Trainingsarbeit viel Wert auf körperliche Fitness, wovon ich bis jetzt reichlich profitieren konnte.

 

Was wünschen Sie sich für die laufende Saison und wo landet ihrer Meinung der FSV in der Endabrechnung?

Wünschen würde ich mir, dass die Mannschaft so zusammen bleibt. Ich denke, das Team hat großes Potential, welches in den nächsten Monaten weiterentwickelt werden muss. Taktisch können wir noch eine Schippe drauflegen, was aber mit den neuen Erfahrungen in der Landesklasse sicherlich  einhergehen wird.

Darüber hinaus würde ich mir wünschen, dass wir noch mehr Zuschauer in den Heimspielen haben. Für jeden Fußballer ist es das Größte vor einer großen Kulisse spielen zu können.

Ich bin mir sicher, dass wir unsere Leistungen zukünftig steigern werden. Wenn wir von Verletzungen halbwegs verschont bleiben, dann glaube ich, dass wir im vorderen Drittel der Tabelle landen können. Die Qualität dafür besitzt die Mannschaft definitiv.

 

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Vielen Dank für das interessante Interview. Weiterhin viel Erfolg und vor allem viele Tore für den FSV Havelberg.


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