FSV kann gute Ausgangsposition nicht ausbauen

Brandenburg/Havelberg (dha)● Welcher Anlass hätte dafür besser sein können, als die Hallen-Premiere der seit 2010 stattfindenden Turniere für Nachwuchsmannschaften im Rahmen der Buga-Junior-Trophy. Der Brandenburger SC Süd 05 als Gastgeber hatte zu dem Hallen event neben den Teams der Fußballvereine aus den Teilnehmerorten der Buga 2015 Havelregion (SG Rathenow, TSV Chemie Premnitz, FSV Havelberg und SG Wusterwitz/ Kirchmöser) auch die U 15-Mädchen von Hertha 03 Zehlendorf eingeladen.
 
Die Idee zu dieser Veranstaltung resultierte übrigens aus der Absage für das Kleinfeldturnier der Buga-Junior-Trophy für C-Jugend- Vertretungen im vergangenen Jahr. Die Hochwassersituation im Juni hatte dessen Austragung unmöglich gemacht.
 
Der Start ins Turnier verlief für die Kicker aus Havelberg recht erfreulich. Gegen die G Wusterwitz/Kirchmöser hieß es am Ende dank eines frühen Treff ers von Justin Martins 1:0 für die junge Truppe des Trainergespanns Andree Martins und Stephan Kotzauer.  Allerdings haderten die beiden Verantwortlichen trotz der drei gewonnenen Punkte zu Recht mit der Effektivität ihrer Spieler in Sachen Chancenverwertung. Denn reihenweise wurden gute Gelegenheiten ausgelassen, zum Beispiel von Leon Thranow oder Lucas Radler. „Wir hatten nur Glück, dass der Gegner das nicht bestrafte“, konstatierte Andree Martins.
 
Auch im zweiten Spiel machten die FSV-Akteure das Toreschießen zu einer Mammutaufgabe. Gegen die U-15-Mädchen von Hertha Zehlendorf wollte das runde Streitobjekt einfach nicht hinein ins Berliner Tor. Tony Weland scheiterte in der 4. Minute völlig frei stehend, 60 Sekunden später konnte eine Herthanerin das von Justin Martins abgesendete Leder gerade noch von der Linie schlagen. Allerdings fanden die Havelberger Angreifer in der Torfrau der Zehlendorferinnen auch immer wieder eine Meisterin ihres Faches. Auf der Hut sein musste allerdings auch Sean Winkler im Havelberger Kasten, denn die Mädchen spielten nicht nur einen guten Ball, sondern auch fl ott mit. Schließlich blieb es torlos – am Ende war es die einzige „Nullnummer“ des gesamten Turniers.
 
Mit vier Punkten nach zwei Partien konnte die FSV-Truppe dennoch gut leben. Und als Leon Thranow gegen Chemie Premnitz schon nach 38 Sekunden zum 1:0 einnetzte und kurz darauf mit einem klasse Schuss am Torwart scheiterte, schien sich erneut ein Erfolg anzukündigen. Als dann aber auch Lucas Radler den Ball nicht am Chemie-Schlussmann vorbei zu bringen vermochte, rächte sich das gegen den bis dahin stärksten Spielpartner. Binnen drei Minuten machte Premnitz aus dem 0:1 eine 3:1-Führung. Nach dem Ausgleich hatten die Havelberger völlig den Überblick verloren. Als die Schlusssirene ertönte, hieß es 1:4 aus ihrer Sicht.
 
Eine Niederlage, die der FSV in der nur zehnminütigen Pause bis zum nächsten Vergleich noch nicht verdaut hatte. Denn die zweite Mannschaft des Gastgebers BSC Süd 05 war in diesem eindeutiger Chef auf dem Spielfeld. Sie schockte die Domstädter mit einer deutlichen 0:5-Dusche. Die allerdings zu hoch ausfiel. Denn auch die Martins-Truppe war nicht  chancenlos geblieben, biss sich aber an einem überragenden BSC-Schlussmann die Zähne aus. Oder traf nur das Aluminium des gegnerischen Kastens. Richtig gut sahen die Havelberger dann in der Begegnung gegen die im Turnierverlauf einzige unbesiegte Mannschaft, die SG Rathenow, aus. Allerdings konnten sie dabei eine knappe 1:2-Niederlage (Tor von Justin Martins) nicht verhindern.Zumindest ein Unentschieden hätten sie sich hier verdient gehabt.
 
Auch gegen den späteren Turniersieger BSC Süd 05 I sahen die Havelberger zunächst nicht wie ein Verlierer aus. Tony Weland brachte sein Team in Führung. Als dann aber der Ausgleich gefallen war, geriet das FSV-Spiel leider wieder aus den Fugen. Der BSC profitierte davon, schoss das 2:1 und freute sich dann auch noch über ein Eigentor der Havelberger. Damit reichte es für den FSV in der Endabrechnung nur zu Platz 6.
 
FSV Havelberg: Sean Winkler; Max Müller, Leon Thranow, Justin Martins, Lucas Radler, Paul Schilling, Tony Weland.
 
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Auch die Spieler der Mannschaften, die sich am Ende im unteren Tabellendrittel wiederfanden, sind in Brandenburg nicht leer ausgegangen. So auch der FSV nicht. Neben einer Urkunde für das Team gab es für jeden Havelberger eine Erinnerungsmedaille.
 
 
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Passend zur Buga-Junior-Trophy am Sonntag in Brandenburg haben die C-Junioren des FSV Havelberg ihre neue, schmucke Kluft eingeweiht. Von links, stehend: Trainer Andree Martins, Max Müller, Leon Thranow, Justin Martins, Lucas Radler, Trainer Stephan Kotzauer; hockend: Paul Schilling, Sean Winkler, Tony Weland. Fotos: Dieter Haase
 
Statistik zum Hallenturnier
 
Ergebnisse
Rathenow – Premnitz 1:1
Havelberg – Wusterwitz 1:0
Zehlendorf – BSC Süd I 2:4
BSC Süd II – Rathenow 1:1
Premnitz – Wusterwitz 3:0
Havelberg – Zehlendorf 0:0
Rathenow – BSC Süd I 3:1
Wusterwitz – BSC Süd II 0:5
Premnitz – Havelberg 4:1
Zehlendorf – Rathenow 1:5
BSC Süd II – Havelberg 5:0
BSC Süd I – Premnitz 2:1
Rathenow – Wusterwitz 5:0
BSC Süd I – BSC Süd II 2:1
Premnitz – Zehlendorf 3:0
Havelberg – Rathenow 1:2
Wusterwitz – BSC Süd I 0:7
Zehlendorf – BSC Süd II 1:2
BSC Süd I – Havelberg 3:1
BSC Süd II – Premnitz 2:1
Wusterwitz – Zehlendorf 3:4
Abschlusstabelle
1. BSC Süd I 19:8 15
2. SG Rathenow 17:5 14
3. BSC Süd II 16:5 13
4. Chemie Premnitz 13:6 10
5. H. 03 Zehlend. 8:17 4
6. FSV Havelberg 4:14 4
7. Wusterw./Kirchm. 3:25 0
 
 Quelle: Volksstimme vom 11. Februar 2014

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