Liebe Leser,
mit dieser Rubrik wollen wir allen Mitgliedern, Fans und Sympathisanten die Möglichkeit geben, über die Dinge zu berichten, die schon immer erwähnt werden sollten aber bislang noch nicht berichtet werden konnten.
In der heutigen Kolumne stehen die Mannen von Trainer Hagen Walther im Fokus, welche zurzeit auf Platz 2 der Landesklasse 1 in Sachsen-Anhalt verweilen und damit auf einem guten Weg sind, die erfolgreichste Vereinssaison seit der Wendezeit abzuliefern.
Sportlich gesehen läuft somit alles in die richtige Richtung, aber das soll nicht der Hauptgrund dieses Berichtes sein. Vielmehr geht es um die Fakten, die nach Aussage des Trainers Walther diese Mannschaft „einzigartig“ machen. Nicht nur der Torjubel ist außergewöhnlich, denn die Jungs um Kapitän Gennermann lassen sich immer wieder neuerliche Choreographien einfallen, nein auch die Identifikation jedes einzelnen Spielers mit der Mannschaft scheint stark ausgeprägt zu sein.
So fahren Spieler 110km zu einem Auswärtsspiel nach Liesten, um sich nach 45min auswechseln zu lassen, um von dort aus direkt zum Schichtdienst zu eilen. Geschehen bei Domenico Schluricke oder Toni Leppin, der sich vor seinem Nachtdienst am Mannschaftstraining beteiligt. Sicherlich tragen auch die Mannschaftsbetreuer ihren Teil dazu bei, da diese eine Menge dafür tun, dass Trainingseinheiten effektiv genutzt werden können. Ihrem Einsatz am Spieltag ist es zu verdanken, dass sich die Mannschaft und der Trainer störungsfrei auf das Spiel vorbereiten können. Diese mannschaftliche Geschlossenheit könnte auch der Grund dafür sein, dass es möglich ist, den Ausfall wichtiger Säulen des Teams zu kompensieren. Dies gelang Trainer Walther eindrucksvoll am letzten Spieltag, bei dem er den Ausfall von 6 Spielern wettmachen musste.
Erwähnenswert ist auch der Umstand, dass sich aktuell 3 Personen der 1. Mannschaft im Vorstand des Vereins bzw. im Vereinsbeirat wiederfinden. Ein Stück weit „außergewöhnlich“ macht es die Tatsache, dass die meisten dieser Akteure, die somit über das Normalmaß Verantwortung für den Verein übernehmen, noch nicht mal das 25. Lebensjahr erreicht haben und somit einer Generation angehören, die im „gesellschaftlichen Schubladendenken“ noch nicht „an der Reihe“ sein sollte. An Vereinsidentifikation mangelt es also der Mannschaft nicht.
Es scheint, dass sich die Mannschaft auf dem als auch neben dem Platz im guten Fahrwasser befindet. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Verantwortlichen des Vereins mit Freude die Entwicklung des Teams beobachten und dieses Engagement unterstützen.
Der Beitrag soll keine Lobhudelei auf diesen Teil des Vereins sein, denn mit Sicherheit ist auch hier nicht immer alles „Friede, Freude, Eierkuchen“, was auch als normal erscheinen dürfte, dennoch sind es Fakten, die in der heutigen Zeit nicht als Normalität angesehen werden können und somit Erwähnung finden sollten.
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