Fünf Tage schweißtreibendes Training bei der Fußballakademie in Bismark

Bismark/Havelberg (Von Dieter Haase) „Ich begrüße es, dass Havelberger Mädchen und Jungen im E-Jugend-Alter sowie aus dem C-Jugendbereich in jedem Jahr die Möglichkeit nutzen, sich im Bismarker Camp fünf Tage lang fußballerisch weiterzubilden und sich dabei auch bestmöglich auf das neue Spieljahr in der Kreisliga vorzubereiten“, sagt Dennie Lindholz. Der aktuelle Trainer der B-Junioren der SG FSV Havelberg/TuS Sandau ist seit vielen Jahren auch bei der Fußballakademie aktiv. Er widmet sich dort der Ausbildung der Torhüter in der Altersgruppe der 12- bis 14-Jährigen. 

 
In seiner dortigen Trainingsgruppe befanden sich mit Janne Bloch, Leon Wolf und Pepe Lindholz erfeulicherweise gleich drei Schlussmänner aus dem Fußballverein in Havelberg. „Zweimal täglich – am Vormittag ausschließlich als Torwart und am Nachmittag als Bestandteil eines Teams – sind sie in Trainingseinheiten voll gefordert worden. Ebenso wie die anderen FSV-Fußballtalente Pascal Bathge, Vin Schilling, Jonas Schulz, Christopher Wege, Kevin Ploetz und Niklas Wettschereck in ihren Übungsgruppen“, berichtet Dennie Lindholz. Alle hätten voll durchgezogen, ihr Bestes gegeben. Und dabei vor allem auch den nötigen Willen gezeigt. „Was die Havelberger betrifft, kann ich nur Lobenswertes über sie sagen. Aus meiner Sicht war es sogar das beste Trainingslager, das unsere Fußballer in Bismark bisher abgeliefert haben.“ Trotz zum Teil widriger Witterungsverhältnisse.
 
Für die Kleineren (E-Junioren) zieht Havelbergs E-Jugend-Trainer Enrico Mathewes, der auch als Übungsleiter in Bismark mitwirkte, ebenfalls ein solch erfreuliches Fazit: „Einfach klasse, was die 13 Havelberger Teilnehmer in dieser Altersklasse geleistet haben.“
Dass im Verein in der Domstadt nun daran angeknüpft werden kann, hofft Dennie Lindholz. „Eine Voraussetzung dafür muss sein, dass auch die Jugend-Trainer besser ausgebildet werden“, meint er. Jeder Trainer im Jugendbereich müsse eine Trainerlizenz erwerben, um seinen Schützlingen nicht nur im spielerisch-technischen Bereich etwas beizubringen, sondern sie auch im taktischen Bereich richtig schulen zu können. Derzeit verfügt nicht jeder Jugendtrainer beim FSV über eine solche Lizenz.
 
Weiterhin regt er an, die Kleinfeld-Trainer auch beim Kleinfeldspiel zu belassen und die Großfeld-Trainer ebenso beim Großfeld. Das erhöhe aus seiner Sicht die Qualität der Ausbildung der Spieler, insbesondere beim Wechsel von der D-Jugend in die C-Jugend – also vom Kleinfeld auf das Großfeld.
 
Für Trainingslager wie das in Bismark hofft der Torwarttrainer auch in den nächsten Jahren auf so eine prima Beteiligung aus Havelberg – auch wenn die fünf Tage Ausbildung, Verpflegung und Unterbringung ihren Preis haben, der bisher in vollem Maße auf die Eltern umgelegt wird. „Vielleicht gibt ja es von Seiten des Vereins Möglichkeiten, finanzielle Anreize zu schaffen. Denn die Jugend von heute ist die 1. Männermannschaft von morgen“, wünscht er sich Überlegungen zu diesem Thema.
 
Quelle: Volksstimme 24.08.2017
 
 

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