Am Samstag lud der FSV zum letzten Heimspiel der Saison ins heimische Sportforum ein. Gegner war der Kreveser SV, und auch wenn das Ergebnis keinen Einfluss mehr auf die Tabellensituation hatte – unsere Männer standen seit dem letzten Wochenende als sicherer Absteiger fest – wollte sich die Mannschaft um Kapitän Toni Leppin mit einer engagierten Leistung und möglichst drei Punkten würdig von ihren Anhängern verabschieden.
Der FSV begann engagiert und setzte in der 8. Minute ein erstes Ausrufezeichen: Ein langer Ball von Markus Bröker, der auf ungewohnter Position im Abwehrzentrum agierte, fand vorne links Julien Wollermann, welcher nicht lang zögerte und abschloss. Kreveses Schlussmann reagierte jedoch stark und verhinderte die frühe Führung. Knapp 10 Spielminuten später wurde es auch im Strafraum der Domstädter gefährlich. Aus einer abseits verdächtigen Situation heraus setzten sich die Gäste auf der Grundlinie durch und bediente mustergültig in den freien Rückraum. Glücklicherweise bekam der Schütze weder Präzision noch Kraft in seinen Abschluss und so landete die Kugel sicher in den Händen von FSV-Keeper Philip Sell. In Spielminute 24 zeigte Havelbergs Julien Wollermann nach einem Freistoß einen sehenswerten Fallrückzieher. Dieser verfehlte das gegnerische Tor doch um einiges.
Der FSV suchte anschließend immer wieder mit langen Bällen den Weg in die Spitze, doch der aufmerksame KSV-Torhüter war oft zur Stelle und konnte die Situation entschärfen. Auf der anderen Seite konnten Markus Bröker und Toni Leppin potentiell gefährliche Situationen im Zentrum mit viel Einsatz und Routine bereinigen. Auch Youngster Joseph Heidel sowie Patrick Seidel machten ihre Aufgabe auf den Außenpositionen gut und so ging es torlos in die Halbzeitpause.
Nach der Pause versuchte auch der KSV mit weiten Bällen ins letzte Drittel zu kommen. Eine daraus resultierende Flanke in der 52. Minute fand zum Glück jedoch keinen Abnehmer im Sechzehner. In der 58. Minute war es dann Julien Wollermann, der nach einem starken Dribbling entlang der Grundlinie auf Moritz Oppermann ablegte. Dieser musste die Kugel dann nur noch zur 1:0-Führung einschieben.
Im weiteren Spielverlauf schien die Partie weitestgehend unter Kontrolle zu sein. Selbst kam der FSV zwar nur noch einmal durch Julien Wollermann vor des Gegners Tor, aber auch die Gäste konnten in der Folge keine eindeutigen Chancen für sich verbuchen. Die Schlussphase knapp 10 Minuten vor dem Ende sollte die Partie jedoch auf den Kopf stellen. In der 88. Minute ließ man Kreveses Angreifer zu viel Raum, so dass dieser aus der Distanz unbedrängt Maß nehmen konnte und platziert unten links zum Ausgleich traf. Mit dem Ausgleichstreffer schien dem FSV der Stecker gezogen zu sein und so kam es in der Nachspielzeit noch bitterer: Erst trafen die Gäste zum 1:2, als ein Keveser am Strafraumeck frei zum Schuss kam und ins lange Eck vollendete und nur darauf fiel sogar noch das 1:3 per Kopfball nach einer Flanke in den Strafraum.
Ein enttäuschendes Ende eines bis dahin ordentlichen Heimspiels, in dem sich der FSV wieder einmal wie so oft in dieser Spielzeit nicht belohnen konnte.
Wir möchten uns bei allen unseren Anhängern bedanken, die uns trotz des schwierigen Saisonverlaufs stets bei den Heimspielen unterstützt haben. Dazu gehört seit Kurzem auch die kleine Gruppe „Commando Domstadt“, die die Mannschaft auch am letzten Heimspiel anfeuerte.
FSV: Philip Sell – Patrick Seidel, Markus Bröker (90.+2 Benjamin Scheel), Joseph Heidel, Toni Leppin, David Stamer, Moritz Oppermann, Frank Schäfer, Admir Suljanovic, Steven Möbius (76. Thomas Dreisow), Julien Wollermann,
Tore:
1:0 (58. Moritz Oppermann)
1:1 (88. Kreveser SV)
1:2 (90.+2. Kreveser SV)
1:3 (90.+4. Kreveser SV)