2. Spieltag Kreisoberliga – Rumpf-Elf holt auswärts glücklichen Dreier

Es ist immer noch Urlaubszeit und so musste der FSV mit einer wahren Rumpfelf nach Grieben reisen. Yevhenii Biloshapka wurde quasi aus der Versenkung geholt und auch Steven Möbius stellte sich nach langer Pause wieder einmal in den Dienst der Mannschaft, die ansonsten nicht einmal vollzählig gewesen wäre. Zur zweiten Halbzeit stieß dann auch noch Thomas Dreisow zur Mannschaft, um sie nach dem planmäßigen Abgang von Robert Schönemann wieder zu vervollständigen. Wahrlich keine wirklich guten Vorzeichen.

 

Dafür begann das Spiel beim Tabellenzwölften jedoch überraschend gut. Die Gastgeber wurde gleich zu Beginn extrem unter Druck gesetzt, was sich nach knapp 10 Minuten auszahlte, als Admir Suljanovic seinen Mitspieler Yevhenii Biloshapka bediente und dieser anschließend die Kugel im gegnerischen Tor unterbrachte. In der Folge kontrollierte der FSV diese angenehm faire Partie und ließ nichts zu. Nach knapp einer halben Stunde sahen sich die Domstädter aber einer kleinen Sturm- und Drangphase der Griebener ausgesetzt. Erst rettete der Pfosten und kurze Zeit darauf musste Schlussmann Philip Sell zweimal seine Klasse zwischen den Pfosten unter Beweis stellen, um seine Mannschaft vor dem Ausgleich bewahren. Die Havelberger konnten vor allem über ihre rechte Angriffsseite immer wieder gute Spielzüge initiieren. So auch in der 42. Minute, als sich Patrick Seidel einmal mehr gut durchsetzen konnte und seine Hereingabe anschließend von Griebens Robin Zander zum 0:2 ins eigene Tor abfälschte.

 

Nach dem Wechsel wurde zwangsläufig beim FSV taktisch umgestellt, was zunächst nicht weiter ins Gewicht fiel, aber im Laufe des Spiels die konditionellen Probleme immer deutlicher zu Tage treten ließ. Erneut hielt FSV-Schlussmann Sell mit einer klasse Parade die Null fest. Bei der anschließenden Ecke hatten die Domstädter erneut das Glück auf ihrer Seite, denn der Kopfball der Gastgeber landete nur am Querbalken. In der 66. Spielminute konnten dann weder FSV-Keeper noch das Aluminium den mittlerweile nicht unverdienten 1:2 Anschlusstreffer verhindern. 

 

Der sich nun anbahnende Schlusskrimi wurde nur vier Minuten später erst einmal vertagt. Nach einer Hereingabe von David Stamer wuchtete Patrick Seidel das Spielgerät per Kopf in die Maschen und stellte den alten Torabstand wieder her (70.). Die Gastgeber waren nun aber mit frischen Kräften am Drücker. Erneut stand Philip Sell im Mittelpunkt, der eine Griebener Doppelchance erst an die Latte und dann an den Pfosten lenkte. In der Schlussminute kam der SV dann aber doch noch zum 2:3 – jedoch zu spät, um noch etwas mitzunehmen.

  

FSV: Philip Sell – Toni Leppin, Patrick Seidel, Leon Palenga, David Stamer, Leon Mathewes, Mattis Görn, Robert Schönemann (46. Thomas Dreisow), Admir Suljanovic, Steven Möbius, Yevhenii Biloshapka

 

Tore:

0:1 (10. Yevhenii Biloshapka)

0:2 (42. SV Grieben ET)

1:2 (68. SV Grieben)

1:3 (70. Patrick Seidel)

2:3 (90. SV Grieben)