Nach dem Abstieg aus der Landesklasse findet sich der FSV Havelberg wieder in der Kreisoberliga wieder. Welche Ambitionen und Ziele Neu-Trainer Gerd Marx mit seiner Mannschaft in dieser Saison verfolgt, hat er uns in einem kleinen Interview erzählt.
Hallo Gerd, zuerst einmal herzlich willkommen zurück auf der Trainerbank des FSV Havelberg! Nachdem Markus Bröker das Traineramt aus zeitlichen Gründen nicht weiter fortführen konnte, bist du nun wieder verantwortlich für die Domstädter – für dich eine durchaus bekannte Situation. Neu ist hingegen, dass du parallel auch noch die Mannschaft von Bad Wilsnack/Legde trainierst. Wie bekommst du das gehändelt?
Gerd Marx:
Ja, die Wilsnacker waren ein Jahr früher an mich herangetreten, aber das in Bad Wilsnack ist eher Coaching als ein wirkliches Traineramt und beschränkt sich auf Freitag und Sonntag. Das tangiert meine Tätigkeit in Havelberg also nicht. Einzig, dass jetzt nur noch der Mittwoch fußballfrei bleibt, ist ein bisschen grenzwertig.
FSV:
Der FSV geht nach dem Abstieg aus der Landesklasse nun in der Kreisoberliga an den Start. Welche sportlichen Ziele hast du dir und dem Team für die neue Saison gesetzt? Liegt der Fokus vor allem auf dem Wiederaufbau und der Entwicklung der Mannschaft oder ist der direkte Wiederaufstieg ebenfalls ein Thema?
Gerd Marx:
Der direkte Wiederaufstieg ist definitiv kein Thema. Ich bin mit dem Vorstand übereingekommen, das Hauptaugenmerk auf die Integration und Entwicklung unserer jungen Spieler zu legen und dazu wäre sportlicher Erfolg sicher nicht abträglich. Die Mannschaft muss dazu aber konditionell auf ein höheres Level gebracht werden und das ist erst einmal sportliches Ziel genug.
FSV:
Du hast es schon angesprochen – der FSV wird weiter auf junge Spieler wie Joseph Heidel, Leon Mathewes und Moritz Oppermann, die bereits in der vergangenen Saison im Männerbereich Erfahrungen sammeln konnten, setzen. Mit Mattis Görn stößt ein weiterer Youngster dazu. Wie schätzt du ihre Entwicklung und ihr Potenzial ein?
Gerd Marx:
Ich habe die Jungs ja schon vorher, wenn auch nur aus der Ferne, kennengelernt und es war sicherlich ein Grund für meine spontane Zusage für das Amt des Trainers in Havelberg, mit diesen talentierten Spielern arbeiten zu können. Ich freue mich richtig, dass sich die Nachwuchsarbeit beim FSV endlich mal zumindest ein bisschen auszahlt.
FSV:
Die Vorbereitung auf die neue Spielzeit war recht kurz. Die beiden Testspiele gegen Germania Klietz und SV Blumenthal-Grabow fanden letzten Donnerstag und Freitag statt. Wie zufrieden bist du mit den Trainingseinheiten und welche Schwerpunkte hast du im Training gesetzt? Wie bewertest du die Testspiele und konntest du die ein oder andere Erkenntnis daraus gewinnen?
Gerd Marx:
Die Vorbereitung ist tatsächlich extrem kurz gewesen und eigentlich noch nicht wirklich abgeschlossen. Schwerpunkt war und bleibt die Verbesserung der Kondition der Mannschaft und daran wird jetzt auch wieder zweimal in der Woche gearbeitet. In den Testspielen konnte ich meine taktischen Vorstellungen umsetzen und bin mit den Ergebnissen zufrieden.
FSV:
Kommenden Samstag wartet das erste Pflichtspiel auf euch. Im heimischen Sportforum geht es für deine Mannschaft gegen Post Stendal (6. der abgelaufenen KOL-Saison). Wie schätzt du eure Chancen ein?
Gerd Marx:
Jedes Spiel wird uns weiterbringen und ich freue mich darauf, dass es jetzt losgeht. Ich sehe uns jetzt alles andere als chancenlos, egal gegen welchen Gegner aus der KOL. Wir müssen natürlich auch erst einmal wieder ankommen in dieser Spielklasse, da ist dann vielleicht auch etwas Geduld gefragt.
FSV:
Zum Schluss noch: Welchen Teams traust du in der kommenden Saison den Kreismeistertitel zu und wer muss aus deiner Sicht um den Klassenerhalt bangen?
Gerd Marx:
Wem ich den Kreismeistertitel zutraue oder wer gegen den Abstieg spielt, kann ich nicht wirklich sagen, dazu bin ich schon wieder zu lange raus gewesen. Saxonia II traue ich den Titel am ehesten zu und ich bin mir sicher, dass wir nicht gegen den Abstieg spielen werden.
Vielen Dank für deine Zeit & viel Erfolg in der neuen Spielzeit