Am 7. Spieltag der Kreisoberlioga-Saison musste der FSV zu den Elbestädtern nach Arneburg reisen, die in den bisherigen Vergleichen mit 10 Siegen, 4 Remis und nur 6 Niederlagen leicht die Nase vorn hatten. Die Domstädter hatten zudem ihre erste Saisonniederlage zuletzt in Gladigau zu verdauen. Die Favoritenrolle lag aus Havelberger Sicht dann doch schon leicht beim Gastgeber, aber was dann Leppin & Co unter Flutlicht ablieferten, war die bisher absolut beste Saisonleistung.
Blitzstart der Domstädter
Wieder ging der FSV sehr sehr früh mit 0:1 in Front. Kapitän Toni Leppin hatte Moritz Oppermann mit einem langen Ball auf die Reise geschickt und der ließ den Keeper keine Chance. Statt jetzt Verlustängste zu entwickeln wie zuletzt in Gladigau sprühten die Domstädter geradewegs vor Spielfreude und ließen RWA kaum zum Zuge kommen. In der 28. Spielminute hatte Biloshapka einen Hochkaräter nach Vorarbeit von Suljanovic auf dem Fuß, aber Arneburgs Keeper blieb hier noch Sieger. Bis zur Pause waren die Domstädter zwar weiter überlegen, aber so richtig zwingend wurde es nur selten. Hier war Geduld war gefragt und die sollte sich nach dem Wechsel auch auszahlen.
Doppelschlag im zweiten Durchgang bringt den FSV auf die Siegerstraße
Knapp 10 Minuten nach Wiederanpfiff erlöste der zur Halbzeit eingewechselte Leon Mathewes seine Mannschaft (0:2). Selbiger zeigte sich nur kurze Zeit später auch als Vorlagengeber. Nach seinem Zuspiel erzielte Moritz Oppermann seinen 8. Ligatreffer und machte im Grunde damit den Sack zu (58.). Den Rot-Weißen, die zur Halbzeit kräftig gewechselt hatten, um neuen Schwung auf den Platz zu bekommen, war somit schnell der Zahn gezogen worden. In der 64. Minute kamen die Gastgeber dann aber doch einmal zu einer Riesenmöglichkeit. FSV-Schlussmann Phillip Sell, der angeschlagen in die Partie gegangen war, parierte jedoch glänzend, was Arneburgs Liveticker mit folgenden Worten kommentierte: „Ich wünschte ich könnte meine Wohnung so sauber halten, wie der Havelberger Keeper seinen Kasten.“. Zehn Minuten später sorgte Leon Mathewes, der erstmals im Angriff eingesetzt wurde, mit seinem zweiten Tor für den 0:4-Endstand. In der 88. Spielminute hatte der eingewechselte Kurnyski sogar Treffer Nummer fünf auf dem Kopf, aber er traf nur den Pfosten.
Absolut leistungsgerecht fuhr der FSV seinen dritten Auswärtssieg ein. Hinten sicher, in der Mitte spielfreudig und vorn abschlussstark – so kann es gerne auch am Samstag in gut einer Woche weitergehen. Dann treffen beide Teams im Pokal-Achtelfinale erneut aufeinander.
FSV: Philip Sell – Toni Leppin, Leon Palenga, Christoph Przyborowski, Joseph Heidel, David Stamer, Oleksandr Sichkar (73. Lev Kurwytski), Mattis Görn, Admir Suljanovic, Moritz Oppermann, Yevhenii Biloshapka (46. Leon Mathewes)
Tore:
0:1 (2. Moritz Oppermann)
0:2 (55. Leon Mathewes)
0:3 (58. Moritz Oppermann)
0:4 (74. Leon Mathewes)