Der FSV Havelberg reiste am Samstag zum Topspiel nach Lüderitz. Bereits vor dem Anpfiff war jedoch klar, dass die Aufgabe beim heimstarken Tabellenführer alles andere als einfach werden würde. Ohne Wechselmöglichkeiten und mit angeschlagenen Spielern auf mehreren Positionen musste Trainer Gerd Marx personell improvisieren.
Kalte Dusche vor dem Halbzeitpfiff
Der FSV startete dennoch mutig und hatte schon in der 5. Minute die erste gute Gelegenheit. Yevhenii Biloshapka spielte Admir Suljanovic im Strafraum frei, dessen Abschluss landete jedoch am Außennetz. Die Domstädter blieben in der Folge aktiv und kamen durch Adi Suljanovic und Moritz Oppermann zu weiteren Abschlüssen (15.), die der Torhüter der Gastgeber aber sicher entschärfte. Auch ein Distanzschuss von Yevhenii Biloshapka in der 23. Minute war keine wirklich Herausforderung für den Keeper der Gastgeber.
Nach einer Ecke von Moritz Oppermann in der 32. Minute lag die Führung in der Luft – Admir Suljanovic stieg am höchsten, doch sein Kopfball konnte von Lüderitz noch auf der Linie geklärt werden. Kurz darauf zielte Oleksandr Sichkar nach Zuspiel von David Stamer knapp vorbei (35.), ehe Admir Suljanovic aus der Distanz ebenfalls das Tor verfehlte (39.). Während der FSV die eigenen Chancen ungenutzt ließ, zeigte sich die Eintracht kurz vor der Pause eiskalt. Nach einem Einwurf des FSV schalteten die Gastgeber schnell um und vollendeten ihren Gegenstoß mit einem Schuss über FSV-Torwart Philip Sell hinweg zur 1:0-Führung (44.).
Gastgeber biegen im 2. Durchgang auf die Siegerstraße ein
Nach dem Seitenwechsel übernahm Lüderitz mehr und mehr das Spielgeschehen und kam durch mehrere Distanzschüsse gefährlich vor das Havelberger Tor. Schlussmann Sell musste in der 53. Minute nach einem Ballverlust im eigenen Strafraum mit einer starken Parade retten, ehe zwei Minuten später der Pfosten aushalf. In der 60. Minute zappelte der Ball, aber dann doch erneut im Havelberger Netz. Nach einer Ecke bekam der FSV den Ball nicht entscheidend geklärt, so dass die Hausherren aus kurzer Distanz einschieben konnten. Trotz des Rückstands und zunehmender Erschöpfung gaben sich die FSV-Kicker nicht auf und kamen in der 71. bzw. 74. Minute nochmal zu zwei guten Gelegenheiten. Aber erst verfehlte Leon Palenga nach einem Eckball per Kopfball knapp das Tor und kurz darauf scheiterte Moritz Oppermann selbst nach schönem Zuspiel von Admir Suljanovic am stark reagierenden Torhüter. In der Schlussphase erhöhten die Gastgeber nach einer Hereingabe dann noch auf den 3:0-Endstand.
Durch die Niederlage und den gleichzeitigen Sieg der Konkurrenz aus Gladigau rutschen unsere Domstädter auf den 3. Rang der Kreisoberliga. Am kommenden Wochenende empfängt die Mannschaft von Kapitän Toni Leppin die Reserve des Osterburger FC im Havelberger Sportforum.
FSV: Philip Sell – Toni Leppin, Leon Palenga, Joseph Heidel, David Stamer, Oleksandr Sichkar, Lev Kumytski, Mattis Görn, Admir Suljanovic, Moritz Oppermann, Yevhenii Biloshapka
Tore:
1:0 (44. Eintracht Lüderitz)
2:0 (60. Eintracht Lüderitz)
3:0 (90. Eintracht Lüderitz)