18. Spieltag Kreisoberliga – FSV trotzt Widrigkeiten und feiert Auswärtssieg

Unter schwierigen Vorzeichen reiste der FSV Havelberg zur Kreisoberliga-Partie bei TuS Bismark II. Trainer Gerd Marx standen gerade einmal elf Spieler zur Verfügung. Zudem musste Stammkeeper Philip Sell ersetzt werden – ihn vertrat dankenswerterweise Francis Blumberg zwischen die Pfosten. Fast hätte sich die Personalsituation doch noch ein wenig “entspannt”, als sich ein älterer Herr zur versammelten Truppe dazu gesellte. Er begrüßte jeden recht herzlich und war vollends davon überzeugt, am rechten Ort zu sein. Kurz bevor die Fahrt losging, klärte sich die Situation aber auf, denn er wollte eigentlich bei der Havelberger Frühjahrsputz-Aktion unterstützen, deren Teilnehmer sich ebenfalls zur selben Zeit am Haus der Flüsse verabredet hatten. Somit ging es für den FSV doch nur mit 11 Spielern nach Bismark.

 

Trotz der suboptimalen Voraussetzungen erwischten die Domstädter einen Start nach Maß. Bereits in der 8. Minute brachte einen Ballverlust der Gastgeber Admir Suljanovic in eine gute Positition. Sein Versuch den Ball gefühlvoll über den Keeper zu heben, misslang jedoch. Wenig später wurde es nach einer Ecke erneut gefährlich, doch auch hier konnte Bismark zunächst noch klären (12.). In der 15. Minute fiel dann die durchaus verdiente Führung. Nach einem langen Ball von David Stamer in den Lauf von Moritz Oppermann traf dieser zunächst nur den Pfosten. Admir Suljanovic war gedankenschnell und staubte zum 0:1 ab. Bismark tat sich schwer, eine passende Antwort zu finden. Ein Freistoß, den Keeper Francis Blumberg sicher abwehrte (20.), war bis dahin die einzige nennenswerte Offensivaktion der Gastgeber.

 

Der FSV blieb die spielbestimmende Mannschaft und legte in der 24. Minute nach. Erneut setzte sich Moritz Oppermann mit seiner Spritzigkeit durch, umkurvte den Torhüter und schob souverän zum 0:2 ein. In der Folge erspielten sich die Domstädter weitere Chancen – unter anderem durch einen Kopfball von Admir Suljanovic nach einer Ecke (26.) sowie mehrere Abschlüsse von Moritz Oppermann und David Stamer, die jedoch ungenutzt blieben. Noch bevor Schiedsrichter David Hoja zur Halbzeit pfiff, sorgte der FSV für die Vorentscheidung. Nach einem Freistoß von David Stamer nutzte Patrick Seidel das Wirrwarr im Strafraum aus und stocherte die Kugel zum 0:3 über die Linie (45.). Kurz darauf zeigten sich die Hausherren nach einem Eckball auch nochmal gefährlich, aber Robert Fritze stand goldrichtig und klärte auf der Linie.

 

Mit der komfortablen Führung im Rücken wollte man auch den zweiten Durchgang kontrollieren und mit einem weiteren Treffer den Sack endgültig zumachen. Zwar erspielte sich der FSV weitere gute Möglichkeiten, aber Moritz Oppermann, Admir Suljanovic und  Frank Prössel ließen ihre Chancen liegen. Letzterer verletzte sich in der 60. Spielminute bei einer Aktion und konnte anschließend nicht weiterspielen. Die Domstädter mussten somit die verbleibende Spielzeit mit einen Mann weniger auf dem Feld bestreiten.

 

Trotz Unterzahl hielt der FSV die Zügel weiter fest in der Hand und kam zu weiteren Gelegenheit. Gleichzeitig ließen Patrick Seidel und Joseph Heidel in der Innenverteidigung kaum etwas Zwingendes zu. Erst vier Minuten vor dem Ende hatten die TuS-Kicker den Anschlusstreffer auf dem Fuß, aber auch hier verhinderte mit Patrick Seidel ein FSV Akteur den möglichen Einschlag auf der Linie .
Den Schlusspunkt setzten schließlich die Domstädter in der 89. Minute. Mattis Görn initiierte mit einem Pass auf Moritz Oppermann die letzte Aktion des Spiels. Dieser behielt über die Außenbahn kommend den Überblick und legte quer auf Admir Suljanovic ab, der nur noch zum 0:4-Endstand einschieben musste.

 

Nach einem Remis und einer Niederlage konnte der FSV somit den ersten Dreier im Jahr 2026 einfahren. Trotz personeller Engpässe zeigte man eine starke und geschlossene Mannschaftsleistung, die den Domstädtern einen in der Höhe verdienten Auswärtssieg bescherte.

 

FSV: Francis Blumberg – Toni Leppin, Mattis Görn, Robert Fritze, Patrick Seidel, Joseph Heidel, David Stamer,  Admir Suljanovic, Yevhenii Biloshapka, Frank Prössel, Moritz Oppermann,

 

Tore:

0:1 (15. Admir Suljanovic)

0:2 (24. Moritz Oppermann)

0:3 (45. Patrick Seidel)

0:4 (89. Admir Suljanovic)