Unsere Domstädter reisten am Samstag zum Tabellenzwölften nach Heide Klein Schwechten. Trotz eines souveränen Siegs im Hinspiel (5:0) und der aktuellen Tabellensituation war man gewarnt, denn beim Außenseiter konnte man zuletzt nicht immer vollends überzeugen.
Die Gastgeber versuchten, wie zu erwarten, ihre spielerischen Unterlegenheit über viel – an manchen Stellen zu viel – körperlichen Einsatz zu kompensieren und taten den Domstädtern im wahrsten Sinne des Wortes weh. Die Marx-Elf, die sich in der Folge schwer tat, ihren Spielrhythmus zu finden, geriet dann auch ausgerechnet nach 9 Minuten in Rückstand. Nach einer Ecke zeigte sich kein FSV-Akteur reaktionsfreudig, so dass die Hausherren zur überraschenden Führung einschoben.
Nach gut 10 weiteren Zeigerumdrehungen hatten die Heide-Kicker sogar das 2:0 auf dem Fuß, doch Keeper Philip Sell hielt sein Team im Spiel. Anschließend drängten die Domstädter auf den Ausgleich. Ein Abschluss von Moritz Oppermann nach einer kurz ausgeführte Ecke strich knapp am Tor vorbei (24.), wenig später setzte Christoph Przyborowski nach Flanke von Leon Palenga seinen Schuss an den Pfosten (26.). Kurz vor der Pause hatte Moritz Oppermann nach einem langen Einwurf von Leon Palenga erneut eine gute Möglichkeit, doch der Keeper der Gäste parierte (45.). und so ging es mit dem Rückstand in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel hielten die Domstädter den Druck aufrecht. David Stamers Freistoß (47.) und ein Distanzschuss von Joseph Heidel (51.) brachten jedoch noch keinen Erfolg. In der 54. Minute sollte der längst überfällige Ausgleich dann endlich fallen. Einen Ball in den Lauf nutzte Moritz mit seinem Tempo und seiner Abschlussstärke, um auf 1:1 zu stellen.
Nur zwei Minuten später drehte der FSV das Spiel und wurde langsam seiner Favoritenrolle gerecht. Nach einem langen Einwurf von Toni Leppin war Christoph Przyborowski zur Stelle und schob den Ball durch die Beine des Torwarts zum 1:2. Auch defensiv blieb man wachsam – nach einem langen Ball klärte Joseph Heidel zunächst unglücklich, aber er konnte sich auf seinen Keeper Philip Sell verlassen, der den anschließenden Abschluss klasse parierte (62.).
In der Schlussphase belohnten sich die FSV-Kicker mit weiteren Toren und machten damit den Sack endgültig zu. So erhöhte Mattis Görn in der 70. Minute mit einem platzierten Schuss ins lange Eck auf 1:3 und erzielte damit nach seinem ersten Treffer im Männerbereich am letzten Samstag nun seinen Zweiten. Nach einer ungenutzten Doppelchance von Moritz Oppermann und Mattis Görn zeigte Christoph Przyborowski erneut seinen Torriecher, als er nach einem Missverständnis in der Heide-Abwehr am schnellsten reagierte und zum 1:4 einschob (82.). Nur eine Minute später eroberte Kapitän Toni Leppin im Mittelfeld die Kugel und brachte diese kurzerhand aus rund 25 Metern im Heide-Tor unter (1:5).
Die Partie war längst entschieden, aber die Domstädter hatten noch ein wenig Torhunger und trugen in Minute 88 den nächsten Angriff vor, welcher dieses Mal von den Hausherren aber selbst vollendet wurde, Eigentor (1:6). Den Schlusspunkt zum 1:7-Endstand setzte schließlich Admir Suljanovic nach Vorarbeit von Mattis Görn kurz vor dem Abpfiff.
Am Ende steht ein verdienter Auswärtssieg, der vor allem durch eine starke zweite Halbzeit zustande kam. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten die Domstädter ihre spielerische Überlegenheit letztlich in Torerfolge ummünzen und drei Punkte mit zurück an die Havel nehmen.
Am kommenden Samstag empfängt die Mannschaft den Tabellenletzten SV Grieben auf heimischem Geläuf. Anpfiff der Partie im Sportforum ist 14 Uhr.
FSV: Philip Sell – Toni Leppin, Leon Palenga, Mattis Görn, Christoph Przyborowski, Patrick Seidel, Joseph Heidel, David Stamer, Leon Mathewes (58. Steven Möbius), Admir Suljanovic, Moritz Oppermann
Tore:
1:0 (9. Heide Klein Schwechten)
1:1 (55. Moritz Oppermann)
1:2 (57. Christoph Przyborowski)
1:3 (71. Mattis Görn)
1:4 (82. Christoph Przyborowski)
1:5 (84. Toni Leppin)
1:6 (88. Heide Klein Schwechten – Eigentor)
1:7 (90. Admir Suljanovic)