26. Spieltag Kreisoberliga – Männer siegen und haben im Titelkampf nun alles selbst in der Hand

Das Rennen um die Kreismeisterschaft spitzt sich zum Saisonende weiter zu. Unsere Havelberger Mannen gingen als Tabellenzweiter in die Heimpartie gegen den Tabellenvorletzten Preußen Dobberkau und lagen vor dem Spieltag einen Punkt hinter Spitzenreiter Eintracht Lüderitz. Während unsere Domstädter ihre Hausaufgaben erledigen mussten, empfingen die Lüderitzer parallel Rot-Weiß Arneburg. Entsprechend groß war die Bedeutung der Begegnung im heimischen Sportforum.

 

FAHRIGE ANFANGSPHASE
Die Mannschaft von Trainer Gerd Marx war von Beginn spielbestimmend, aber ohne die Gäste wirklich in Bedrängnis zu bringen. Eine erste Torannäherung kam von David Stamer in der 6. Minute. Dessen Versuch aus der Distanz verfehlte das Gehäuse jedoch noch deutlich. Und auch der Kopfball von Patrick Seidel knapp zwei Zeigerumdrehungen später nach einer Flanke brachte Dobberkaus Keeper nicht in die Bredouille.
Dobberkau trat erwartungsgemäß defensiv auf und kam in der 13. Minute durch einen Freistoß zur ersten Chance. Philipp Sell ließ den Ball hierbei zwar kurz abklatschen, letztlich entstand daraus aber keine Gefahr. Die entstand auf der Gegenseite, wo ein strammer Abschluss von David Stamer sich noch vom Tor weg drehte. Wenige Augenblicke später testete Moritz Oppermann den Gäste-Keeper, der seinen Abschluss zur Ecke klären konnte.

 

Nach knapp zwanzig Minuten wurden die Bemühungen der Domstädter schließlich belohnt. Leon Palenga setzte mit einem feinen Pass in die Spitze, der die Hintermannschaft der Gäste Schachmatt setzte, kam der Ball zum Kapitän Toni Leppin, der wiederum uneigennützig auf Moritz Oppermann ablegte. Dieser musste nur noch zur Führung einschieben. Der FSV blieb am Drücker. In der 25. Minute setzte sich Moritz Oppermann auf der linken bis zur Grundlinie stark gegen mehrere Gegenspieler durch und spitzelte den Ball noch am Keeper vorbei. Die Kugel rollte an der Torlinie entlang, aber niemand war zum Einschieben da. David Stamer verpasste schließlich denkbar knapp am zweiten Pfosten das 2:0.

 

In der Schlussphase der ersten Halbzeit sorgte der FSV für die Vorentscheidung. Zunächst leitete Gabriel Vera dos Santos einen Angriff ein und bediente Moritz Oppermann mustergültig. Dieser zog am Torwart vorbei und schob aus spitzem Winkel zum 2:0 ein (36.). Nur fünf Minuten später folgte der schönste Treffer des Tages. Nach einer Flanke von Admir Suljanovic versprang Gabriel Vera dos Santos der Ball zunächst anbei der Annahme. Dieser reagierte aber typisch brasialnisch und versenkte das Spielgerät sehenswert per Seitfallzieher zum 3:0 (41.).

Die Gäste hatten kurz vor dem Halbzeitpfiff noch eine gute Gelegenheit, aber auch hier zeigte sich, warum ihre Offensive zur schwächsten der Liga zählt. Auf der Gegenseite hätte Admir Suljanovic den Vorsprung sogar noch ausbauen können, blieb mit seiner starken Einzelaktion im Strafraum jedoch am Torhüter hängen.

 

DOMSTÄDTER MACHEN IN HALBZEIT NÄGEL MIT KÖPFEN

Nach dem Seitenwechsel knüpfte der FSV nahtlos an die dominante Vorstellung der ersten Halbzeit an. In der 51. Minute wurde Admir Suljanovic im Strafraum vermeintlich zu Fall gebracht. Den schmeichelhaften Strafstoß verwandelte Moritz Oppermann sicher zum 4:0. Damit erhöht der beste Angreifer der Liga sein Torekonto auf 34. Nur sechs Minuten später fiel das 5:0. Nach einer Flanke von Admir Suljanovic fälschte David Stamer den Ball leicht ab, ehe wohl ein Dobberkauer die Kugel ins eigene Netz bugsierte (57.). Den Schlusspunkt setzte Admir Suljanovic, welcher von der Vorarbeit von Moritz Oppermann profitierte aus kurzer Distanz zum 6:0 einschob (60.).

 

In der Schlussphase musste Mattis Görn leider verletzt das Feld verlassen. Da das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft war, agierten die Domstädter knapp zwanzig Minuten in Unterzahl. Doch auch daraus konnten die Gäste kein Kapital schlagen. Dobberkau tauchte weiterhin nur selten vor dem FSV-Tor auf und blieb im Abschluss zu harmlos. Die Marx-Elf verwaltete das Ergebnis souverän, ließ jedoch die letzte Konsequenz in einigen Offensivaktionen vermissen.

 

MEISTERSCHAFT IN EIGENER HAND

Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter 6:0-Erfolg für den FSV Havelberg. Zwar fehlte ab und an die letzte Konsequenz im Spielaufbau und im Abschluss, dennoch ließen die Domstädter keinen Zweifel daran, wer als Sieger vom Platz gehen würde. Der Sieg wurde noch um einiges süßer, als das Ergebnis aus Lüderitz die Runde machte. Durch die Niederlage der Eintracht gegen Arneburg übernimmt der FSV Havelberg faktisch die Tabellenführung (es fehlen 3 Punkte aus dem Osterburg-Spiel) und hat im Kampf um die Kreismeisterschaft nun alles in der eigenen Hand. Zwei Spieltage vor Saisonende ist der Traum vom Titel damit zum Greifen nah. Hierfür muss man am kommenden Samstag aber erst einmal auswärts bei Germania Tangerhütte siegen. Sollte dies gelingen, wartet auf die Domstädter ein spannendes Heimspiel am letzten Spieltag gegen Blau-Gelb Goldbeck.

 

FSV: Philip Sell – Toni Leppin, Leon Palenga, Mattis Görn, David Stamer, Gabriel Vera dos Santos, Patrick Seidel, Joseph Heidel, Steven Möbius (46. Thomas Dreisow), Admir Suljanovic, Moritz Oppermann

 

Tore:

1:0 (18. Moritz Oppermann)

2:0 (35. Moritz Oppermann)

3:0 (42. Gabriel Vera dos Santos)

4:0 (52. Moritz Oppermann Str.St.)

5:0 (57. Preußen Dobberkau ET)

6:0 (60. Admir Suljanovic)