25. Spieltag Kreisoberliga – glückliches Remis ist zu wenig im Meisterschaftsrennen

Mit der Chance auf eine kleine Vorentscheidung im Meisterschaftskampf reiste der FSV Havelberg am Samstag zur Germania nach Tangerhütte. Die Domstädter gingen mit zwei Punkten Vorsprung auf Verfolger Eintracht Lüderitz in die Partie und wollten diesen mit einem Sieg bis zum letzten Spieltag verteidigen.

 

CHANCEN ZUR FÜHRUNG AUF BEIDEN SEITEN

Der FSV erwischte zunächst auch den besseren Start. Bereits nach zwei Minuten legte Moritz Oppermann quer auf Gabriel Vera dos Santos, dessen Abschluss jedoch vom Torhüter pariert wurde. Nur wenig später setzte sich Admir Suljanovic stark über die Außenbahn durch und spielte den Ball in den Strafraum. Steven Möbius nahm direkt Maß, traf jedoch nur die Latte (5.). Nach einem Querschläger im Strafraum kam Toni Leppin noch zum Abschluss, setzte den Ball jedoch knapp neben das Tor (6.).

 

Danach fanden die Gastgeber immer besser ins Spiel und kamen ihrerseits zu guten Möglichkeiten. Nach zehn Minuten kam die Germania zu ihren ersten Torchancen. Philip Sell lenkte den Ball zunächst zur Ecke und nur fünf Minuten später kombinierten sich die Gastgeber erneut gefährlich durch die Havelberger Defensive. Der Abschluss war bereits am Torwart vorbei, doch Admir Suljanovic rettete in höchster Not vor der Linie. Aber auch der FSV blieb weiter gefährlich, doch sowohl Moritz Oppermann als auch Admir Suljanovic fehlten an diesem Tag einfach die Präzision oder das Glück im Abschluss.
Vor der Pause rettete der Pfosten die Domstädter vor dem Rückstand nach dem Tangerhüttes quirlige Angreifer aus der Distanz abschloss. So ging es trotz Chancen auf beiden Seiten torlos in die Kabinen.

 

BESCHEIDENE ZWEITE HALBZEIT DER DOMSTÄDTER

Kurz nach Wiederbeginn hatte der FSV Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Tangerhütte spielte sich stark durch die Defensive, doch Philip Sell zeigte eine glänzende Parade. Den Nachschuss setzten die Gastgeber über das Tor (46.). Die Domstädter fanden hingegen im zweiten Durchgang allerdings nie wirklich zu ihrem Spiel. Zu viele lange Bälle und fehlende Struktur im Spielaufbau sorgten dafür, dass gefährliche Offensivaktionen zur Mangelware wurden. In der 65. Minute folgte schließlich die Quittung für die schwache zweite Halbzeit. Der FSV ließ sich auskontern, wodurch sich FSV-Schlussmann Philip Sell genötigt sah aus seinem Kasten zu kommen. Die Gastgeber ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen und schoben zur nicht unverdienten Führung ein. Nur wenige Zeigerumdrehungen später hätte Tangerhütte nach einem Fehlpass im Spielaufbau sogar erhöhen können, doch wiederum rettete Philip Sell im Eins-gegen-Eins mit einer starken Parade.

 

Die Marx-Elf versuchte in der Schlussphase noch einmal alles, aber so richtig in Bedrängnis kam das Germanen-Tor dabei kaum. Als sich die Germanen und ihre Anhängerschaft bereits auf einen Heimsieg eingestellt hatten, sollte die Kugel dann doch noch den Weg ins Tor der Gastgeber finden. Symptomatisch für die Partie rekrutierte sich der Torschütze nicht aus den Reihen des FSV. Moritz Oppermann brachte den Ball in der 96. Minute noch einmal gefährlich in den Strafraum. Ein Verteidiger der Germania wollte klären und beförderte das Spielgerät dabei ins eigene Tor – 1:1. Wenig später pfiff Schiedsrichter Bernd Manecke die Partie vor knapp 80 Zuschauern ab.

 

Unter dem Strich ein schmeichelhafter Punkt für die Domstädter, die insbesondere im zweiten Durchgang nicht an ihre gewohnte Leistung anknüpfen konnten. Durch das Remis ist man nun punktgleich mit Lüderitz, die aber ein deutlich besseres Torverhältnis vorweisen können und am letzten Spieltag den Tabellenelften Preußen Dobberkau empfangen. Dass die Eintracht noch einmal patzt und sich die Meisterschaft noch nehmen lässt, ist wohl sehr unwahrscheinlich.

 

FSV: Philip Sell – Toni Leppin, Leon Palenga, Mattis Görn (63. Franics Blumberg), David Stamer, Gabriel Vera dos Santos (63. Christoph Przyborowski), Patrick Seidel, Joseph Heidel, Steven Möbius (81. Yevhenii Biloshapka), Admir Suljanovic, Moritz Oppermann

 

Tore:

1:0 (58. Germania Tangerhütte)

1:1 (90.+6 Germania Tangerhütte Eigentor)