Frauen
1. April 2014
  • Kreispokalhalbfinale der Frauen

FSV Havelberg – SG Beetzendorf/Immekath 1:7 (0:2)

Carolin Schulze markiert Ehrentreffer

 

Havelberg (jl). Aus der Traum vom Pokalfinale.
Aus der Traum die Trainer dabei in Anzug zu sehen und
aus der Traum den gleichen Pokalhalbfinalgegner seit 3 Jahren endlich einmal aus dem Endspiel zu kicken...

 

Gegen den glasklaren Favoriten aus Beetzendorf/Immekath hatten die Domstädterinnen am Sonntag nichts zu verlieren, jedoch ebenfalls nicht viel zu lachen. Sage und schreibe 60 Zuschauer verfolgten das Spiel, was in der ersten Halbzeit keineswegs nach dem aussah, zu dem es sich in den zweiten 45. Minuten entpuppte, ein sang- und klangloser 7:1-Untergang der FSV Frauen.

 

Doch was ist passiert auf dem Rasen? Machten die Blau-Weißen noch am letzten Spieltag wieder einmal Eigenwerbung in Sachen Frauenfußball, versteckten sie ihr Können dieses Mal teilweise hinter dem großen Respekt vor dem Zweitplatzierten der Altmark-Wendlandliga. Die Gäste übernahmen selbstbewusst vom Anpfiff weg das Kommando auf dem Platz, bauten aus einer stabilen Defensive Spielzüge auf, mit denen sie an den Havelbergerinnen vorbei kamen und so in der 17. Minute zum 1:0 einschoben. Noch war allerdings nichts verloren. Im Gegenzug hatte Liban nach Doppelpass mit Stürmerin Krumm den Ausgleich auf dem Schlappen und die Aufregung im Nacken als ihr Schuss zur Ecke geklärt wurde. Aus dem Ecken-Übergewicht der ersten Spielhälfte auf Seiten der Hausherrinnen vermochten diese jedoch nicht Profit zu schlagen. Auch die langen Pässe der Gäste auf ihre blitzschnelle Spitze stellten sie vor Herausforderungen, denen sie beim zweiten Gegentor in der 24. Minute nicht gewachsen waren. Bei dem gleichen Szenario wenig später parierte Torhüterin Lüpke vorbildlich. Kurz vor dem Pausentee starteten Hamel und Kapitänin Levin aus dem eigenen Strafraum noch einen vielversprechenden Angriff und setzen sich über links stark durch. Die Spielführerin bekommt den Ball allerdings nicht ganz auf das Tor.

 

Nachdem sich 5 Zeigerumdrehungen nach Wiederanpfiff nun Wagner versuchte und denkbar knapp das Gehäuse verfehlte, nahm das Unheil so langsam seinen Lauf. Da die Havelbergerinnen ihre eigenen Torschüsse weder bisher, noch später (Gelewski 70., Hinz 75., Hamel 84.) im Tor unterbringen konnten, zeigten sie sich „gastfreundlich“ und verhalfen unglücklich nach einem Freistoß den Beetzendorferinnen zum 0:3. Mit jedem weiteren Gegentor, erzielt aus Standards, simplem Ausspielen der Abwehr durch Doppelpässe oder genutzten langen Bällen, wurden die Beine des FSV-Teams schwerer, die Köpfe hängender und Motivation geringer. Ein letztes Lebenszeichen gab es in der 85. Minute in Form des Ehrentreffers. Abwehrroutinier Schulze schritt zum Punkt, nachdem Gelewski im Strafraum gelegt wurde. Unbekümmert vom 6:0-Rückstand schob sie clever links unten ein und sorgte für Ergebniskosmetik.

 

Der Favorit wurde mit dem 7:1-Sieg seiner Rolle an diesem Tag eindrücklich gerecht und ließ die FSV-Ladies, die kürzlich mit ihrer starken Leistung im Punktspiel überzeugten, nicht nach den Sternen greifen. Da die Kür nun nicht gelungen ist, bleibt sich auf die Pflicht zu konzentrieren, die nächsten Samstag zum Duell gegen Ligaprimus SG Breese/Hitzacker aus dem Wendland ruft.

 

 

Torfolge: 0:1 (17.), 0:2 (24.), 0:3 (58.), 0:4 (72.), 0:5 (77.), 0:6 (80.), 1:6 (85.), 1:7 (89.)

 

FSV: Siw Lüpke – Carolin Schulze, Annegreth Fritze, Nora Levin, Franziska Schröder – Fränze Malzahn - Fabienne Hamel, Anne-Katrin Glaser, Janine Gelewski, Judith Liban – Charleene Krumm (Alexandra Peltzer, Isabell Janell, Jennifer Hinz, Josepha Wagner)