Frauen
18. November 2019
  • 7. Spieltag Kreisliga - FSV-Frauen zittern sich in Gülitz zum Sieg

7. Spieltag: SG Rot-Weiß Gülitz – FSV Havelberg 2:3 (1:0)

FSV-Frauen zittern sich in Gülitz zum Sieg

Gülitz/Havelberg (anf). Zum vorletzten Spiel in diesem Jahr reisten die Domstädterinnen nach Gülitz und stellten sich auf einen schweren Gegner ein. Neben dem geschmälerten Selbstbewusstsein aus dem desaströsen Abschneiden am vergangenen Spieltag musste Rico Schröder ebenfalls krankheitsbedingt auf die Stammspielerinnen Fabienne Hamel und Stephanie Schulz verzichten.

Im ersten Durchgang konnte man die Unsicherheit auf beiden Seiten deutlich erkennen. Lange Zeit neutralisierten sich die beiden Mannschaften in einem umkämpften, aber chancenarmen Spiel, ehe eine schwache Abwehrleistung des FSV Havelberg den Gastgeber jubeln ließ. Aus den Reihen der Abwehr konnte eine SG-Spielerin frei und ungestört ihr Können unter Beweis stellen und tauchte ohne jegliche Gegenwehr vor dem Kasten von Janine Falck auf und steckte lässig zum 1:0 ein (16‘). Nach dem Gegentor war vor allem der FSV darauf bedacht, hinten gut zu stehen, tat dies aber zunächst nicht sonderlich gut. Immer wieder erspielte sich Gülitz gefährliche Torchancen, doch mit viel Kampfgeist und etwas Glück konnte man dem entgegenhalten. Die Rot-Weißen waren einen Tick aggressiver, störten früher und probierten es immer wieder über die Außen. Allerdings stellte sich der FSV mit zunehmender Spieldauer darauf ein, machte die Räume eng und ließ im Grunde kaum noch etwas zu. Nach vorne fiel den Gästen aber herzlich wenig gegen die lauffreudigen Gastgeber ein. Doch mit Susanne Ganzer (25‘) und Annegreth Fritze (30‘) konnten auf Seiten der Domstädterinnen immerhin zwei Torschüsse verzeichnet werden, die jedoch noch nicht zum erhofften Ausgleichstreffer führten. So musste man sich vorerst geschlagen geben und mit einem 1:0 Rückstand in die Pause gehen.

Durchgang zwei startete aus Sicht der Havelbergerinnen perfekt. Bereits nach Wiederanpfiff drängte der FSV auf den Ausgleich und verlagerte das Spiel weit in die Hälfte der Gastgeber. Josi Wagner versuchte sich in der 38. Minute noch per Distanzschuss aus der zweiten Reihe, ehe eine eigentliche Flanke von Kapitänin Anne Glaser zentral aufs Tor kam und der Torhüterin unglücklich durch die Hände rutschte – 1:1 (40‘). Nach dem Ausgleichstreffer nahm das Geschehen deutlich an Fahrt auf und der FSV wollte mehr. Bereits zehn Minuten später sollten die Damen des FSV für ihren Kampf belohnt werden. Durch ein klasse Kurzpassspiel arbeitete man sich zügig nach vorn, wo Annegreth Fritze die völlig freistehende Susanne Ganzer erblickte und diese eiskalt zum Führungstreffer einschob – 1:2 (49‘). Nun wurde die Partie turbulent. Die Hausherren drängten auf den Ausgleich, was Torfrau Falck im Strafraum zu ungestüm zu verhindern wusste und Schiedsrichter Rauchstein auf Strafstoß entschied. Glücklicherweise spielten die Nerven nicht mit und die Rot-Weißen setzten den Schuss rechts am Kasten vorbei. Doch bereits zwei Minuten später zeigte Schiedsrichter Rauchstein erneut auf den Punkt. Bei diesem Versuch war das Glück leider nicht mehr auf Seiten der Domstädterinnen und Torfrau Falck musste ein erneutes Mal hinter sich fassen – 2:2 (56‘). Trotz Ausgleich wollte man die drei Punkte mit in die Domstadt nehmen und drehte kurz vor Schluss noch einmal auf. Dem FSV spielte der Spielverlauf derweil in die Karten, da man defensiv nicht mehr so stark gefordert war und offensiv vereinzelt Nadelstiche setzen konnten. Die Gastgeber wollten mit aller Macht das Unentschieden verteidigen und stellten sich verstärkt defensiv auf. So ergaben sich nicht mehr allzu viele Räume für den FSV, sodass weder Tina Rollenhagen (58‘) noch Josi Wagner (60‘) die sich ergebenen Chancen konsequent nutzen konnten. Doch Glück und Leid liegen oft so nah bei einander. Nach einem abgewehrten gegnerischen Torschuss schaltete Torhüterin Falck blitzschnell und leitete einen Konter über Wagner ein, die ihren Schuss zu zentral setzte, sodass er abgewehrt werden konnte. Doch der Abpraller landete vor den Füßen von Susanne Ganzer, die sich erneut in die Torschützenliste einreihte und mit Schlusspfiff das Siegtor für den FSV erzielte – 2:3 (69‘).

Nach der bitteren Niederlage in Pritzwalk konnte der FSV wieder zeigen, was in ihm steckt und festigte durch den Sieg den zweiten Tabellenplatz. Am nächsten Sonntag verschlägt es den FSV Havelberg noch einmal zum Tabellenneunten nach Perleberg ehe es für die Kickerinnen in die verdiente Winterpause geht.


Tore: 1:0 (16‘), 1:1 Anne-Katrin Glaser (40‘), 1:2 Susanne Ganzer (49‘), 2:2 (56‘), 2:3 Susanne Ganzer (69`)

FSV: Janine Falck – Franziska Schröder, Anne-Katrin Glaser, Tina Rollenhagen – Janett Petermann, Annegreth Fritze, Susanne Ganzer (Josepha Wagner, Lisa Ebel)

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