3. Spieltag Kreisliga: MSV Neuruppin - FSV Havelberg 0:1 (0:1)
FSV schafft die Sensation
Neuruppin/Havelberg (anf). In den frühen Sonntag Morgenstunden reisten die Domstädterinnen in den Norden Brandenburgs nach Neuruppin. Für den FSV war es bereits die zweite Partie in der laufenden Saison, der MSV Neuruppin startete an diesem Wochenende mit dem ersten Punktspiel.
Die Havelbergerinnen um Trainer Rico Schröder gingen als Außenseiter der Partie defensiv in die Begegnung und ließen den spielerisch überlegenen Neuruppinerinnen nur wenig Spielraum. Aus dem Spiel heraus taten sich dennoch beide Mannschaften aufgrund mangelnder Präzision und fehlender Durchschlagskraft schwer. Doch die Havelbergerinnen standen hinten gut und schirmten den Kasten von Keeperin Janine Falck ein ums andere Mal gekonnt ab. Die Damen vom MSV setzten die Gäste von der Havel enorm unter Druck, erzwangen dadurch einige Balleroberungen und ließen den FSV noch nicht richtig ins Spiel kommen, um eigene Offensivaktionen sauber auszuspielen. Dennoch sollte das Unmögliche in der 20. Minute möglich werden. Durch eine glanzvolle Abwehrleistung in der eigenen Hälfte konnte sich das Stürmerduo Fränze Malzahn und Fabienne Hamel den Weg Richtung gegnerisches Tor bahnen, wobei Letztere gekonnte zum überraschenden Führungstreffer einnetzte - 0:1 (20.’). Davon ließ sich der MSV jedoch wenig beeindrucken und konterte noch aggressiver und eindringlicher. Zwar wurde es durch schnell ausgespielte Angriffe oftmals im Ansatz gefährlich, der letzte Pass war dann aber glücklicherweise zu ungenau oder wurde von einer FSV-Akteurin unterbunden. Letztlich war die erste Halbzeit geprägt von Standardsituation, die besonders Keeperin Falck bei Laune hielten.
Mit dem Führungstreffer im Nacken musste man nun noch konzentrierter in die zweite Hälfte gehen, um das 0:1 möglichst lange zu halten oder gar über die letzten 35 Minuten zu bringen. Wie schon in der letzten Saison startete man die ersten Minuten sehr hektisch. Trotz Ansage in der Halbzeit gab man Neuruppin gute Chancen auf den Ausgleichstreffer. Doch auch aus dieser Misere konnte sich der FSV befreien und schickte einem langen Ball von Stephanie Schulz auf die laufstarke Fränze Malzahn. Diese ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, umspielte die Abwehr im Alleingang und passte auf die mitgelaufene Rückkehrerin Lisa Ebel, die sich jedoch mit dem möglichen Treffer zum 0:2 - Endstand für eine gute Leistung nicht belohnen wollte (57.’). Trotz liegengelassener Chancen in der Schlussphase zeigte der FSV Havelberg eine geschlossenen Mannschaftsleistung und ging mit etwas Glück als Sieger vom Platz.
Die Damen des FSV hatten trotz Außenseiterposition den Mut zu spielen und die doch harten Zweikämpfe anzunehmen. Durch gute Pressingaktionen konnte man immer wieder den Ball erobern, musste sich jedoch auch eingestehen, dass man phasenweise die Bälle zu schnell hergegeben hat und deshalb keine Ruhe ins Spiel bekam. Der eigene Ballbesitz ist und bleibt ausbaufähig, genauso die Verwertung der Möglichkeiten.
Zeit sich auf diesem Arbeitssieg auszuruhen bleibt allerdings nicht, denn bereits nächsten Sonntag empfängt man vor heimischer Kulisse im Mühlenholz zum ersten Vorrundenspiel des Kreispokals den MSV Neuruppin. Dieser wird nach der Heimniederlage im ersten Punktspiel motivierter als je zuvor an den Start gehen. Ob der FSV die Sensation vom Wochenende wiederholen kann bleibt offen. Zuschauer zur Unterstützung sind am Sonntag, den 13.09.2020, ab 13:00 Uhr gern gesehen.
Tore: 0:1 Fabienne Hamel
FSV: Janine Falck – Anne-Katrin Glaser, Nora Engel, Annegreth Fritze – Fabienne Hamel, Fränze Malzahn, Stephanie Schulz (Josepha Wagner, Janett Petermann, Lisa Ebel)

